1. Mai 2026: Gedenkveranstaltung der SPÖ Bildung zum 45. Jahrestag der Ermordung von Heinz Nittel

Am 30. April 2026 gedachte die SPÖ Bildung im 13. Wiener Gemeindebezirk dem sozialdemokratischen Politiker Heinz Nittel, der 1981 Opfer eines terroristischen Attentats wurde. Die Gedenkveranstaltung wurde von der SPÖ Bildung gemeinsam mit Gerhard Schmid und Wolfgang Markytan organisiert und setzte mit einer würdevollen Feier sowie anschließender Kranzniederlegung beim Heinz-Nittel-Denkmal ein starkes Zeichen des Erinnerns.

Zahlreiche Teilnehmer:innen folgten der Einladung, darunter Parteischülerinnen der SPÖ Bildung, Vertreter des 13. Bezirks sowie engagierte Sozialdemokrat:innen und Wegbegleiter. Die breite Teilnahme unterstrich die anhaltende Bedeutung des Gedenkens und die gemeinsame Verantwortung, das Vermächtnis Heinz Nittels lebendig zu halten.

In den Beiträgen wurde das Leben Heinz Nittels als beispielhaft für eine Politik der Haltung und der Menschlichkeit gewürdigt. Als Nationalratsabgeordneter, Wiener Landes- und Kommunalpolitiker sowie Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien prägte er über Jahrzehnte das politische und gesellschaftliche Leben. Sein Einsatz galt insbesondere der sozialen Gerechtigkeit, dem Ausbau von Bildungschancen und einem solidarischen Miteinander. Gleichzeitig war er eine klare und mutige Stimme gegen Antisemitismus, gegen Hass und gegen jede Form der Ausgrenzung.

Besonders hervorgehoben wurde seine Fähigkeit, Brücken zu bauen – zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, zwischen Religionen und Kulturen. Heinz Nittel verkörperte eine Politik, die den Dialog suchte und die Überzeugung lebte, dass Demokratie nur durch Respekt, Zusammenhalt und aktives Engagement bestehen kann.

Erinnert wurde auch an die Umstände seines gewaltsamen Todes. Das Attentat war nicht nur ein Angriff auf einen einzelnen Menschen, sondern ein gezielter Angriff auf die Grundwerte der Demokratie. Diese Erkenntnis verlieh der Gedenkveranstaltung eine besondere Tiefe und machte deutlich, dass Erinnerung immer auch Verantwortung bedeutet.

Die Teilnahme der Parteischülerinnen zeigte eindrucksvoll, dass das Vermächtnis Heinz Nittels weitergetragen wird. Gerade für jüngere Generationen bleibt sein Leben ein Auftrag, sich aktiv für eine gerechte, offene und solidarische Gesellschaft einzusetzen und entschieden gegen Extremismus und Gewalt aufzutreten.

Im Anschluss an die Gedenkfeier fand die Kranzniederlegung beim Heinz-Nittel-Denkmal statt. In einem stillen und würdevollen Moment wurde innegehalten, um dem Opfer des Terrors zu gedenken und ein klares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

45 Jahre nach seiner Ermordung bleibt Heinz Nittel unvergessen. Sein Wirken ist Mahnung und Inspiration zugleich – für eine Politik der Menschlichkeit, für den Mut zur Haltung und für die unermüdliche Verteidigung unserer demokratischen Werte.

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