2. Mai 2026: Zur heutigen Eröffnung der Badesaison ein Rückblick: 100 Jahre Ottakringer Bad – Wiener Bäderkultur mit sozialdemokratischer Tradition

Mit dem Start der Badesaison beginnt im Ottakringer Bad ein besonderes Jubiläumsjahr: Das traditionsreiche Bad feiert sein 100-jähriges Bestehen. Errichtet wurde es 1926 von der Gemeinde Wien – in jener Epoche des Roten Wien, in der soziale Infrastruktur, Gesundheit und Lebensqualität für breite Bevölkerungsschichten konsequent ausgebaut wurden.

Die Wiener Bäder waren stets weit mehr als Freizeiteinrichtungen. Sie waren Ausdruck moderner Sozialpolitik: Orte der Hygiene, der Gesundheit, der Erholung und des sozialen Ausgleichs. In einer Zeit, in der viele Wohnungen über keine eigenen sanitären Einrichtungen verfügten, waren öffentliche Bäder unverzichtbar. Sie standen für den Grundsatz, dass gute Lebensbedingungen nicht vom Einkommen abhängen dürfen.

Auch das Ottakringer Bad ist Teil dieser Erfolgsgeschichte. Generationen von Wienerinnen und Wienern haben hier schwimmen gelernt, Sommertage verbracht und Gemeinschaft erlebt. Bis heute sind die städtischen Bäder wichtige Orte des Zusammenlebens – besonders in dicht bebauten Bezirken wie Ottakring.

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid betont die historische Bedeutung dieser Einrichtungen:
„Die Wiener Bäderkultur ist ein sichtbares Zeichen sozialdemokratischer Kommunalpolitik. Das Rote Wien hat damals erkannt, dass Gesundheit, Bildung und Erholung zusammengehören. Öffentliche Bäder wurden und werden verstanden als Orte der Humanität, der sozialen Gerechtigkeit und des respektvollen Miteinanders.“

Zum Jubiläum wurde unter anderem die Wasserrutsche umfassend saniert. Gleichzeitig richtet sich der Blick in die Zukunft: zusätzliche Beschattung, klimafitte Gestaltung, moderne Infrastruktur und nachhaltige Weiterentwicklung stehen auf der Agenda.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan erklärt dazu:
„Viele Ideen und voller Einsatz – das gilt auch für unsere öffentlichen Freizeiteinrichtungen. Das Ottakringer Bad zeigt seit hundert Jahren, wie kommunale Politik Lebensqualität schafft. Jetzt geht es darum, diesen Standort modern weiterzuentwickeln und fit für kommende Generationen zu machen.“

Auch Dieter Hammer als ehrenamtlicher Mitarbeiter der SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführung verweist in diesem Zusammenhang auf die größere historische Bedeutung des Jubiläums:
„Der 100. Geburtstag des Ottakringer Bades erinnert daran, warum das Rote Wien bis heute international als Erfolgsmodell gilt. Damals wurde Politik nicht für wenige gemacht, sondern für die vielen Menschen in dieser Stadt. Leistbare Freizeit, Gesundheit, Hygiene und Erholung waren zentrale Anliegen. Das Ottakringer Bad ist bis heute ein lebendiges Denkmal dieser fortschrittlichen Kommunalpolitik.“

Ein Höhepunkt des Jubiläumsprogramms folgt im Sommer mit Musik, Kultur und Unterhaltung direkt im Bad. Damit verbindet das Ottakringer Bad Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise.

100 Jahre Ottakringer Bad zeigen eindrucksvoll: Die Idee des Roten Wien lebt weiter. Öffentliche Einrichtungen, die allen offenstehen, schaffen Lebensqualität, Zusammenhalt und soziale Teilhabe – damals wie heute.

Titelbild: (c) https://www.dasrotewien.at/seite/ottakringer-bad/galerie/fotos-vom-ottakringer-bad

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