19. Jänner 2022: Die aktuelle Bildungskampagne der SPÖ Wien: Du schaffst das!

Bildung bedeutet Chancen und ist eine wichtige Voraussetzung für
gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Sie
beinhaltet sowohl den Erwerb fachlicher Fähigkeiten und
Fertigkeiten als auch die Stärkung jener sozialen Kompetenzen, die
für das Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft wichtig sind.
Bildung bedeutet nicht Erziehung, sondern Entfaltung, sie soll
die Stärken eines Menschen fördern und hervorheben.

In Wien ist Bildung dynamisch und lebenslang – unabhängig von
Alter, Geschlecht und sozialer Herkunft sollen allen Menschen in
jeder Lebensphase alle Möglichkeiten zur Bildung offenstehen. Wir
schaffen dafür die Rahmenbedingungen!

Vom Gratis-Kindergarten und der Gratis-Ganztagsschule über die
Lehrlingsoffensive bis hin zu Umschulungsangeboten und dem
Wiener Ausbildungsgeld, der Joboffensive 50plus und
Unterstützung beim Nachholen von Bildungsabschlüssen – Wien
begleitet dich auf deinem Bildungsweg und auf dem Weg zum
beruflichen Erfolg.

Große Anerkennung gebührt allen Menschen, die als
Elementarpädagoginnen, Lehrkräfte oder Ausbilderinnen
gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen den Weg
in ihre Zukunft gehen, Begeisterung wecken und ihr Wissen
weitergeben. In Zeiten der Corona-Pandemie sind sie mehr denn je
eine Stütze, federn Unsicherheit im Außen ab und machen Mut, die
eigenen Ziele weiterzuverfolgen. Sie sind Held*innen, die für die
Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder richtungsweisend
sind. So, wie kein Mensch dem anderen gleicht, gleicht auch
kein Bildungsweg dem anderen.

Wir stehen für eine Gesellschaft der Vielfalt, in der jeder Mensch
seine Interessen lebt und seine Ziele verwirklicht. Wir glauben an
dich und an deine Fähigkeiten, wir stärken dir den Rücken und
sagen: Du schaffst das!

Wien, Stadt der Chancen!
Bildung als Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben
Von Beginn an war Bildung für alle ein erklärtes Ziel des Roten
Wien. Denn Bildung ist die Voraussetzung für freie
Persönlichkeitsentfaltung, Kritikfähigkeit und letztlich ein
selbstbestimmtes Leben. Auch Kinder aus armen Verhältnissen
sollten im Roten Wien Bildung genießen können. Soziale
Chancengleichheit, der Abbau von Bildungsbarrieren und die beste
Bildung für alle Menschen waren die Maximen der 1922
gegründeten Wiener Bildungsdirektion (bis 2018 Stadtschulrat)
unter Otto Glöckel. Im scharfen Kontrast zur konservativen
Bundespolitik wollte Glöckel Wien schon damals zur
„Musterschulstadt“ machen. Glöckel strebte eine Einheitsschule an,
eine Idee, die letztendlich am Widerstand der Konservativen
scheiterte. Trotzdem konnte er viel voranbringen. Seine Schulreform
beinhaltete die Modernisierung der Lehrpläne, der
Unterrichtsmaterialen und der Lehrer*innenausbildung sowie die Abschaffung von Schulgebühren.

Glöckel störte sich am großen Einfluss der Kirche auf die Schulen, der seiner Meinung nach einen veralteten, autoritären Erziehungsstil brachte. Deswegen schaffte er den verpflichtenden Religionsunterricht und das tägliche Schulgebet ab. Auch für Frauen brachte die Wiener Bildungspolitik signifikante Verbesserungen. Seit 1919 haben Frauen freien Zugang zu Universitäten. Otto Glöckel und der Wiener Stadtschulrat waren es, die das Wiener Bildungssystem grundlegend verändert und modernisiert haben. Schon bei den Kleinsten war das Rote Wien seiner Zeit von Anfang an voraus. Allein bis 1930 wurden 100 neue Kindergärten errichtet, von denen die meisten sogenannte „Volkskindergärten“ waren, die von 7 bis 18 Uhr geöffnet hatten und so der Lebensrealität der Arbeiter*innen entsprachen. Viele städtische Kindergärten und Horte wurden auch in den neu gebauten Gemeindebauten errichtet.

Beste Bildung von Anfang an
Bildung beginnt bereits im Kindergarten. Für die Sozialdemokratie
war der Kindergarten seit jeher mehr als nur eine reine
Kinderbetreuungseinrichtung.

Vielmehr werden schon im Kindergartenalter die ersten Schritte in
der Erziehung zu mündigen Bürger*innen gesetzt. Entsprechend
Wert wird in Wien deshalb bis heute auf eine qualitätsvolle und
sozial gerechte Elementarpädagogik gelegt, die auch berufstätigen
Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erlaubt. Erreicht wird
das durch eine sehr hohe Betreuungsdichte, Job-orientierte
Öffnungszeiten und wenige Schließtage, so dass Wiener Mütter und
Väter einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen können. Wien ist in
Sachen Kindergärten den anderen österreichischen Bundesländern
um einiges voraus. Denn mit dem bereits 2009 eingeführten
Gratiskindergarten ist nicht nur in städtischen, sondern auch in
privaten Kindergärten der Besuch bis zum Beginn der Schulpflicht
beitragsfrei oder zumindest stark vergünstigt, da die Stadt Wien den
Elternbeitrag fördert. Das gibt es bislang sonst nur im Burgenland.
Doch das ist nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal der
Elementarpädagogik in Wien. Wien ist stolz darauf, jenes
Bundesland mit den längsten Kindergartenöffnungszeiten in ganz
Österreich zu sein. Die Öffnungszeiten reichen von 6.30 bis 17.30
Uhr, bei Bedarf von 6 bis 18 Uhr und an fünf Standorten haben die
Kindergärten sogar bis 20 Uhr geöffnet. Das ist nicht nur kindersondern auch elterngerecht und erlaubt die bestmögliche
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Wiener Kindergärten
werden deshalb stetig ausgebaut.

Soziale Unterschiede ausgleichen
Seit Herbst 2020 ist auch der Besuch der Ganztagsschule in Wien kostenfrei. Für die Eltern bedeutet dies eine Entlastung von rund 180 Euro pro Kind und Monat. Dadurch bietet Wien seinen Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Betreuung und Ausbildung und
gibt ihnen eine gute Perspektive für das weitere Leben. Im
Schulalltag werden soziale Unterschiede ausgeglichen und für alle
Kinder gleiche Bedingungen geschaffen. Expert*innen sind sich einig, dass die verschränkte Ganztagsschule die pädagogisch beste Schulform für Kinder ist, weil hier der Schultag klar und sinnvoll strukturiert ist. Der Tagesablauf folgt einem Rhythmus aus Lernund Freizeitphasen, die ein konzentriertes Arbeiten ermöglichen, aber auch Ruhe und Kreativität zulassen. In der Ganztagsschule gibt es Zeit für Reflexion, für Bewegung, für miteinander Reden und Spielen, gemeinsames Essen – auch die Kosten für das Mittagessen sind bei der Gratis-Ganztagsschule inkludiert – und individuelle Förderung. Der soziale Status der Eltern fällt in ganztägigen Schulen kaum ins Gewicht. Hier spielt es keine Rolle, ob das Kind zu Hause ein eigenes Zimmer oder einen Computer hat, oder ob die Eltern Zeit haben, mit dem Kind gemeinsam zu lernen und Stoff zu wiederholen. Auch das Angebot an Ganztagsschulen wird laufend erweitert. An 70 Standorten gestartet, kommen durch Neubauten, Umbauten und Erweiterungen jedes Jahr bis zu zehn neue Ganztagsschulen dazu, es profitieren jedes Jahr bis zu 4.000 Kinder zusätzlich. Gleichzeitig werden Schulen stetig saniert und modernisiert. In diesem Zusammenhang sollen auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie die digitale Bildung nicht unerwähnt bleiben. Digitale Kompetenz soll schon von klein auf gestärkt werden, um den Ansprüchen der Zeit gerecht zu werden. Die Fachkräfte von morgen Die Frage, wie es nach dem Pflichtschulabschluss weitergeht, stellt sich jeder und jedem Jugendlichen. Eine Lehre bietet vielfältige Möglichkeiten, sich in seinem Interessensgebiet zu entfalten, und sichert auch zukünftige Generationen ab. Denn die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen. Leider hat sich die oft mühsame Suche nach einer Lehrstelle während der CoronaPandemie noch weiter verschärft, denn viele betriebliche Lehrplätze sind in der Krise weggebrochen. In Wien stellen wir deswegen auch in schwierigen Zeiten sicher, dass jede und jeder Jugendliche, die oder der einen Lehrplatz benötigt, auch einen bekommt. Mit der Lehrplatzoffensive und einem eigenen Wiener Ausbildungspaket wird allen die Möglichkeit gegeben, eine gute Ausbildung zu absolvieren. Eine wichtige Institution dabei ist die überbetriebliche Lehrausbildung, die in Wien stetig ausgebaut wird. Gemeinsam mit der Wiener Wirtschaftskammer und den Wiener Betrieben sorgt die Stadt Wien darüber hinaus auch dafür, dass wieder mehr Lehrstellen im privaten Bereich geschaffen werden.

Lebenslanges Lernen Doch Bildung ist mit Erreichen des Erwachsenenalters längst nicht abgeschlossen. Lebenslanges Lernen ist die Devise. In Wien gibt es zahlreiche Angebote zur Erwachsenenbildung. Die Volkshochschulen etwa bieten in ganz Wien Weiterbildung für alle zu günstigen Preisen. Von Bildungsabschlüssen über Sprach- bis hin zu IT-Kursen haben die Volkshochschulen ein breites Angebot für jeden Bedarf. Im Rahmen der Initiative „Pflichtschulabschluss nachholen“ können junge Erwachsene ab 16 Jahren kostenlos ihren Pflichtschulabschluss nachholen. Eine Wiener Besonderheit ist auch der waff: Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, der ebenso das Nachholen von Bildungsabschlüssen sowie ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildung in den vielfältigsten Bereichen für alle Wiener*innen
bietet. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie
wichtig lebenslanges Lernen ist. Deswegen wird Wien mit einer
Ausbildungsoffensive bei Gesundheits- und Pflegeberufen den
demografischen Entwicklungen und dem Personalbedarf gerecht.
Dafür werden die Ausbildungskapazitäten für Gesundheits- und
Pflegeberufe bis 2024 schrittweise um 2.750 Plätze erhöht. Statt
aktuell 4.900 stehen dann 7.650 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
Auch die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung
werden in Wien erkannt. Mit Programmen wie dem „Digi-Winner“
des waff und der Arbeiterkammer Wien werden Arbeitnehmer*innen
gefördert, wenn sie ihre Kompetenzen im digitalen Bereich
verbessern möchten. Und mit der Joboffensive 50plus bekommen
ältere, auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Langzeitarbeitslose
wieder echte Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Vom Kindergarten bis ins Erwachsenenalter
In Wien wird auch in Sachen Bildung niemand zurückgelassen.
Bildung bedeutet Chancen, sie eröffnet neue Wege und ist die
Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Sie ist die Basis für
gesellschaftliche Teilhabe sowie eine demokratische und
solidarische Gesellschaft. Und somit auch für den sozialen
Zusammenhalt, der unsere Stadt ausmacht.

Du willst die Kampagne unterstützen?
Erzähle uns deine Story! Wir laden dich ein, uns etwas aus deiner
Kindergarten-, Schul- oder Ausbildungszeit zu erzählen und ein
Foto/Video davon auf deinen Social Media Kanälen unter dem
Hashtag #duschaffstdas zu posten. Warum ist eine gute Aus- und
Weiterbildung für dich wichtig?

Bildung | SPÖ Wien Mach Mit (spoe.wien)





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