90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg – ¡No pasarán! ¡Pasaremos!
Freitag, 9. Oktober 2026, 17:00 bis 21:00 Uhr
im Wiener Bildungszentrum, Wien 2, Praterstraße 25a/Tür 7, U1-Station Nestroyplatz
Informationen und Anmeldung
Vor 90 Jahren, im Juli 1936, putschten rechte Militärs unter der Führung von General Francisco Franco gegen die demokratisch gewählte spanische Volksfrontregierung. Es war der Beginn eines fast drei Jahre dauernden blutigen Bürgerkriegs, der weit über Spanien hinaus zu einem Symbol für den Kampf zwischen Demokratie und Faschismus wurde.
Tausende Freiwillige aus zahlreichen Ländern schlossen sich den Internationalen Brigaden an und kämpften auf Seiten der Spanischen Republik – darunter auch etwa 1.400 Österreicher. Für viele von ihnen endete der Kampf gegen den Faschismus nicht mit der Niederlage der Republik 1939. Flucht, Verfolgung und nationalsozialistische Konzentrationslager bestimmten ihre weiteren Lebenswege. Rund 7.000 republikanische Spanier wurden in das Konzentrationslager Mauthausen und seine Nebenlager deportiert, etwa zwei Drittel von ihnen überlebten die nationalsozialistische Verfolgung nicht.
Gerald Netzl, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, und Silvia Dinhof-Cueto, Vorsitzende des Gedenkvereins Republikanische Spanier in Österreich, widmen sich an diesem Abend der Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs, der Beteiligung österreichischer Kämpfer in den Internationalen Brigaden sowie dem Schicksal der republikanischen Spanier im Konzentrationslager Mauthausen.
Neben der historischen Auseinandersetzung soll der Abend auch Raum für Fragen, Diskussion und die gemeinsame Reflexion darüber bieten, welche Bedeutung die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den internationalen Kampf gegen den Faschismus heute hat