30. April 2026, 15:00 Uhr: Einladung zum Gedenken an Heinz Nittel – beim Heinz-Nittel-Denkmal am Beginn des Heinz-Nittel-Weges im Bereich Nothartgasse, 1130 Wien

Die SPÖ Bildung lädt herzlich ein zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des
45. Jahrestages der Ermordung von Heinz Nittel.

Am 1. Mai 1981 wurde Heinz Nittel durch ein terroristisches Attentat aus dem Leben gerissen. Dieser Tag markiert nicht nur den gewaltsamen Verlust eines bedeutenden Politikers, sondern auch einen tiefen Einschnitt für die österreichische Sozialdemokratie und unsere demokratische Gesellschaft insgesamt. Sein Tod war ein Angriff auf jene Werte, für die er unbeirrt eingetreten ist: Menschlichkeit, Solidarität, Demokratie und ein friedliches Zusammenleben.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung findet eine Kranzniederlegung beim
Heinz-Nittel-Denkmal statt (Beginn des Heinz-Nittel-Weges im Bereich Nothartgasse, 1130 Wien).


Ein Leben für Demokratie, Gerechtigkeit und Zusammenhalt

Heinz Nittel war eine prägende Persönlichkeit der österreichischen Sozialdemokratie. Als Nationalratsabgeordneter, Wiener Landtagsabgeordneter und Gemeinderat setzte er sich mit großer Leidenschaft für die Anliegen der Menschen ein. Sein politisches Wirken war getragen von einem tiefen Verständnis für soziale Gerechtigkeit, Bildung als Schlüssel zu Chancengleichheit und dem festen Glauben an die Kraft einer solidarischen Gesellschaft.

Als Präsident der österreichisch-israelischen Gesellschaft engagierte sich Heinz Nittel weit über parteipolitische Grenzen hinaus. Er war eine wichtige Stimme gegen Antisemitismus, gegen Hass und Ausgrenzung – und für ein respektvolles, friedliches Miteinander. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen zeigte er Haltung, Mut und Weitsicht.

Er war ein Brückenbauer: zwischen Generationen, zwischen sozialen Gruppen, zwischen Kulturen. Sein Einsatz für Dialog und Verständigung war nicht nur politisches Handeln, sondern Ausdruck einer tiefen persönlichen Überzeugung. Heinz Nittel stand für eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – mit Würde, Respekt und Verantwortung.


Erinnerung als Auftrag

45 Jahre nach seiner Ermordung ist das Gedenken an Heinz Nittel mehr als ein Blick zurück. Es ist ein Auftrag an uns alle. In einer Zeit, in der demokratische Werte erneut unter Druck geraten, in der Ausgrenzung und Extremismus wieder lauter werden, ist es unsere gemeinsame Verantwortung, sein Vermächtnis wachzuhalten.

Sein Leben erinnert uns daran, dass Demokratie Engagement braucht. Dass Solidarität kein Selbstläufer ist. Und dass der Einsatz gegen Hass, Gewalt und Intoleranz jeden Tag neu geführt werden muss.

Lasst uns gemeinsam innehalten. Lasst uns erinnern. Und lasst uns ein Zeichen setzen – für eine offene, gerechte und solidarische Gesellschaft.

Bild: https://www.dasrotewien.at/seite/nittel-heinz

Hinterlasse einen Kommentar