10. März 2022, 19:00: UHRFLUCHT – ARISIERUNG – RESTITUTION: ZWEI FAMILIENGESCHICHTEN

Reihe: 2021-2022: Solidarität und Krise
Vortragende: Gerhard Baumgartner, Claudia Kuretsidis-Haider, Peter Weinberger

i INFORMATION / ANMELDUNGiANMELDUNG

Für die Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich.
Es gilt die 2 G-Regel (geimpft oder genesen) und eine Teilnehmer*innen-Obergrenze von 70 Personen.

Gerhard Baumgartner, Claudia Kuretsidis-Haider, Peter Weinberger

FLUCHT – ARISIERUNG – RESTITUTION: ZWEI FAMILIENGESCHICHTEN

Gerhard Baumgartner und Claudia Kuretsidis-Haider vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes präsentieren im Gespräch mit Autor Peter Weinberger:

„Josef Franks Herzberg-Villa im Spiegel der Arisierung und Restitution von Bunzl & Biach“
von Ruth Jolanda und Peter Weinberger, mit einem Geleitwort von Gerhard Baumgartner, wissenschaftlicher Leiter des DÖW

Die Geschichte der vom Architekten Josef Frank errichteten Herzberg-Villa, dem Direktorenwohnhaus der Papierfabrik Bunzl & Biach in Neusiedl-Waidmannsfeld/NÖ ist Teil der Arisierungsgeschichte der Bunzl & Biach AG. Das Unternehmen wurde 1938 von den Nationalsozialisten enteignet, die Familie Bunzl konnte nach Großbritannien flüchten. Nach 1945 erfolgte die Restitution äußerst zögerlich. Viktor Bunzl kehrte nach 1945 als einziges Mitglied der Bunzl-Familie nach Österreich zurück. Er erwarb nach dem endgültigen Verkauf von Bunzl & Biach die Herzberg-Villa, die bis dahin zum Fabrikbesitz gehörte.

Ruth Jolanda Weinberger und Peter Weinberger arbeiten in „Josef Franks Herzberg-Villa im Spiegel der Arisierung und Restitution von Bunzl & Biach“ erstmals die Firmengeschichte von einem der wichtigsten österreichischen Konzerne auf und geht den Spuren der Familie Bunzl vor dem Hintergrund von Beraubung und Verfolgung während der NS-Zeit nach. (Verlag Österreichisches Literaturforum, 2021, ISBN 978-3-902760-17-3)

„Sechs Schwestern auf der Flucht vor den Nationalsozialisten“
Von Ruth Jolanda und Peter Weinberger

Gleichsam ein „zeitgeschichtliches Bilderbuch“ ist der Band „Sechs Schwestern auf der Flucht vor den Nationalsozialisten“. Eine von ihnen war Recha Bunzl, geborene Engelberg, die Schwiegermutter von Peter Weinberger. Anhand von zahlreichen Originaldokumenten und Briefen wird dem Schicksal der sechs Schwestern Engelberg während des Nationalsozialismus nachgegangen. Eine Schwester wurde 1942 in Maly Trostinec ermordet, fünf Schwestern gelang auf sehr unterschiedlichen Wegen die Emigration. Zwei Schwestern konnten in die USA, zwei nach England fliehen. Eine Schwester versuchte nach Palästina zu flüchten und wurde 4 ½ Jahre lang auf der Insel Mauritius im Bereich der englischen Mandatsverwaltung interniert.

Das Buch zeichnet die Geschichte der sechs Schwestern im Kontext von Verfolgung, Flucht und Ermordung durch die Nationalsozialisten nach und ist mit zahlreichen Dokumenten und Fotos aus dem Familienbesitz angereichert. (Verlag Österreichisches Literaturforum, 2021, ISBN 978-3-902760-18-0)

Peter Weinberger war bis 2008 Professor an der Technischen Universität Wien und bis 2015 an der New York University tätig. Er hat beide Bücher in Zusammenarbeit mit seiner Tochter Ruth Jolanda Weinberger verfasst, die als Historikerin bei der Claims Conference in New York arbeitet.

In Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

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