9. Dezember 2021, 19:00 Uhr: VORWÄRTS IN ZUKUNFT. DIE REVOLUTIONÄREN 70ER JAHRE

WOLFGANG MADERTHANER IM GESPRÄCH MIT KURT STOCKER

VORWÄRTS IN DIE ZUKUNFT.
Die revolutionären 70er Jahre

Kurt Stocker, Jahrgang 1954, geboren in Leoben, aufgewachsen im obersteirischen Trieben und teilweise in Ramsau am Dachstein, wollte schon früh „die Welt verbessern“. Nach der Matura im musisch-pädagogischen Bundesrealgymnasium absolvierte er eine Ausbildung an der Pädagogischen Akademie in Graz und sollte eigentlich Lehrer werden. Das ihm zutiefst verhasste Proporzsystem hielt ihn davon ab.1975 ging Stocker, der große Sehnsucht nach Kultur, Urbanität und Anonymität hatte, nach Wien und begann ein zweites Studium der Psychologie und Pädagogik an der Uni. Wie schon an der PÄDAK in Graz engagierte er sich auch in Wien in der Studierenden-Vertretung und gründete die Institutsgruppe Psychologie mit. Während ihrer Besetzung schaute Stocker jeden Tag in der ARENA vorbei und engagierte sich in vielen Kunst- und Kulturprojekten, dabei auch die Besetzung und Etablierung des „Amerlinghauses“. Ein Schwerpunkt lag zudem auf sozialwissenschaftlichen Studien und Projekten, seine Leidenschaft galt einer „Sozialwissenschaft im Sinne der Aufklärung“. Diese Aktivitäten mündeten schließlich in der Mitbegründung des „Instituts für Kulturstudien“, von 1984 bis 1994 war Stocker einer dessen Leiter.Von 1992 bis 1994 war Kurt Stocker für die österreichische Bundesregierung für die Planung der Aktivitäten anlässlich der Jubiläen 50 Jahre 2. Republik und Millennium tätig. Und von 1995 bis 2019 fungierte er als Geschäftsführer und mehrfach ausgezeichneter Filmproduzent bei „Dor-Film“, einer der größten Filmproduktionsgesellschaften Österreichs. Sie produzierte Filme wie „Indien“, „Hinterholz 8“ oder „Komm, süßer Tod“. Aber auch die weit über Österreichs Grenzen hinausragende Produktion „Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin“ mit Andre Heller und Traudl Junge.

Mit dem Historiker Wolfgang Maderthaner spricht Kurt Stocker über das verschlafene, konservativ geprägte Österreich der beginnenden Siebziger und eine sich parallel zur Modernisierungspolitik der SPÖ-Alleinregierung von Bruno Kreisky entwickelnde junge Generation und ihr neues Lebensgefühl, das von Rock-Musik ebenso beeinflusst war wie von der Studentenrevolte der Sechziger.

Moderation: Wolfgang Maderthaner, Historiker, Verein Geschichte der Arbeiterbewegung

YouTube Premiere „Aus Kreiskys Wohnzimmer“

Infos, Text und Bilder: https://www.kreisky-forum.org/category/event/?anmeldung=8638&lang=de#item-8638

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