4. Dezember 2022: Diskussion: Akute medienpolitische Versäumnisse

Österreich stürzte im Pressefreiheitsranking von Reporter ohne Grenzen um 14 Plätze auf Rang 31 ab. Die Antwort der Medienpolitik der türkis-grünen Regierung beschränkt sich bisher in untauglichen Gesetzesentwürfen, die zum Ende der republikseigenen Tageszeitung „Wiener Zeitung“ führt und stattdessen eine regierungsnahe Journalismusausbildung installiert. Die Regierungsinserate werden weiter nicht limitiert, aber transparent, wobei sachlich unbegründet vergebene Werbeaufträge ohne Konsequenzen bleiben. Die Medienförderung wird zwar ausgebaut in Richtung Journalismusförderung, aber Ethik und Diversität bleiben auf der Strecke und reine Digitalmedien können nur dann auf Förderung hoffen, wenn sie eine absurd üppige Buchstabensuppe produzieren.
Das sind nur einige der akuten medienpolitischen Baustellen, die wir mit Hilfe der eingeladenen Fachleute sondieren.

Wann? Mittwoch, 7.12.2022, 19:00 Uhr

Wo? Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Hörsaal 3, Währingerstraße 29, 1090 Wien

Walter Hämmerle (CR Wiener Zeitung)
Michael Lohmeyer (Journalist, Mitglied des Präsidiums der Journalistengewerkschaft)
Armin Thurnher (Herausgeber & CR Der Falter)
Petra Stuiber (Vorstand Presseclub Concordia)
Alexander Warzilek (GF Österreichischen Presserat)
Moderation: Fritz Hausjell (Uni Wien, Inst. Publizistik und Kommuniationswissenschaft)

Veranstalter:

BSA Bundesfachgruppe Medienberufe, BSA Döbling

Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien

Reporter ohne Grenzen Österreich

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