7. Oktober 2022: [spö.zeit.geschichte]: Franz Vranitzky im Europa-Gespräch mit Margaretha Kopeinig

Die Wiener Bildungsakademie freut sich gemeinsam mit der SPÖ Bundesbildungsorganisation zum 85. Geburtstag von Dr. Franz Vranitzky ein Gespräch mit der Journalistin Dr.in Margaretha Kopeinig zu präsentieren.

Österreichs ehemaliger Bundeskanzler Franz Vranitzky im Gespräch mit der Journalistin Margaretha Kopeinig

„Das Friedensprojekt Europa ist kein falsches Versprechen, es hält und wird auch in Zukunft halten.“ Diese Sichtweise vertritt der ehemalige Bundeskanzler Franz Vranitzky trotz des Krieges in der Ukraine in einem langen Gespräch mit der Journalistin Margaretha Kopeinig. Er geht davon aus, dass der Krieg noch länger andauern wird, weil sich Putin nicht von den Sanktionen des Westens beeindrucken lässt und die militärische Aggression gegenüber der Ukraine stoppt.

Eine große Gefahr für die Europäische Union aber auch für die Demokratie sieht Vranitzky im stärker werdenden Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtextremismus in Europa, was zuletzt auch der Wahlgewinn der Neofaschistin Giorgia Meloni in Italien zeigt. Franz Vranitzky bemängelt die soziale Dimension in vielen Bereichen der europäischen Politik. Sozial- und Beschäftigungspolitik müsse wieder stärker in den Fokus rücken. Dafür müssten sich aber auch sozialdemokratische Parteien in Europa stärker einsetzen. „Sozialdemokraten müssen sich stärker zur Wehr setzen.“

Er plädiert für eine offene und breite Diskussion in seiner Partei über Europa, die europäische Integration und die globalen Herausforderungen. „Auseinandersetzung, auch Streit, ist das Salz in der Suppe der Demokratie.“

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