17. Mai 2021: „Voices of the Holocaust“

1946 reiste Dr. David P. Boder, ein Psychologie Professor am Illinois Institute of Technology in Chicago, nach Europa, um die Geschichten von Holocaust-Überlebenden in ihren eigenen Worten festzuschreiben.
Drei Monate lang besuchte er Flüchtlingslager in Frankreich, der Schweiz, Italien und Deutschland mit einem Drahtschreiber und 200 Spulen Stahldraht, auf denen er über 90 Stunden Zeugenaussagen von über 100 Displaced Persons (DPs) aus erster Hand aufzeichnen konnte.
Doch nach dem Tod des jüdisch-amerikanischen Forschers im Jahr 1961 blieben die Stimmen für Jahrzehnte ungehört, die Sammlung geriet in Vergessenheit. Erst ab 2009 erschienen erste Studien und das Chicagoer Archiv „Voices of the Holocaust“ stellte die Interviews online. Boders Aufnahmen bilden die weltweit erste Sammlung von Audio-Interviews mit Überlebenden der Shoah.
Die Interviews sind im Illinois Institute of Technology unter folgendem Link abrufbar. https://voices.library.iit.edu/

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