15. September 2026: Anmeldung zu: „Was ist KI? Wer profitiert davon? Warum braucht es eine linke Digitalpolitik?“ am Samstag, 19. September 2026

Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags. Sie verändert unsere Arbeitswelt, beeinflusst unsere Kommunikation und spielt eine immer größere Rolle bei wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungen. Doch hinter dem technologischen Fortschritt stehen auch politische Fragen: Wer kontrolliert die Daten? Wem gehört die digitale Infrastruktur? Wer profitiert wirtschaftlich von KI – und wer trägt mögliche Risiken und Folgen?

Mit diesem Workshop starten wir unseren Semesterschwerpunkt zu Künstlicher Intelligenz und Digitalpolitik.

Gemeinsam mit Philip Birkner beschäftigen wir uns zunächst mit den Grundlagen: Was verstehen wir eigentlich unter Künstlicher Intelligenz? Was kann KI heute tatsächlich – und welche Vorstellungen darüber gehören eher ins Reich der Mythen?

Darauf aufbauend richten wir den Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Wir diskutieren darüber, wie KI unsere Arbeitswelt verändert, welche neuen Machtverhältnisse durch Daten und digitale Plattformen entstehen und warum technologische Entwicklungen immer auch Fragen von Demokratie, Gerechtigkeit und Verteilung berühren.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie eine linke Digitalpolitik aussehen kann. Wie können wir dafür sorgen, dass technologischer Fortschritt nicht nur einigen wenigen Unternehmen zugutekommt? Wie sichern wir demokratische Kontrolle und digitale Souveränität? Und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es, damit KI einen Beitrag zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit leisten kann?

Der Workshop bietet Raum für Information, Diskussion und unterschiedliche Perspektiven. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Was zählt, sind Neugier, Interesse und die Lust, mitzudenken und mitzudiskutieren.

Termin: Samstag, 19. September 2026, 10:00–12:00 Uhr

Ort: Wiener Bildungszentrum, Praterstraße 25a/Tür 7, 1020 Wien

Referent: Philip Birkner ist in der IT-Industrie in den Bereichen Finanz, Operation und Vertrieb tätig und studierter Betriebswirt. Als politisch interessierter Bürger beobachtet er seit vielen Jahren die Entwicklung des digitalen Kapitalismus. Dabei engagiert er sich für eine progressive und antifaschistische Digitalpolitik und die digitale Souveränität liberaler Demokratien im Zeitalter der „Raubtiere“.
„KI verändert unsere Gesellschaft grundlegend. Die Frage ist, ob dieser Wandel von Tech-Bros aus dem Silicon Valley oder demokratisch gestaltet wird. Europa braucht keine Regulierung aus Angst – sondern eine aktive Industriepolitik aus Überzeugung.“

Die Teilnahme ist ohne besondere Vorkenntnisse möglich.

Jetzt noch anmelden und mitdiskutieren! https://wiener-bildungsakademie.wien/seminare-und-veranstaltungen/

Alle Angebote: https://wiener-bildungsakademie.wien/wp-content/uploads/2026/07/wba_Ausbildungsprogramm2026-27_web.pdf

Du willst verstehen, warum die Welt ist, wie sie ist – und wie man sie verändern kann? Diese Ausbildung bietet dir das Rüstzeug, um gesellschaftliche Entwicklungen zu durchdringen, politische Ideologien einzuordnen und eigene Positionen zu entwickeln.
Der Begriff Ideologie bezeichnet Weltanschauungen, die beanspruchen, Antworten
auf gesellschaftliche Probleme zu liefern. Menschen, die solche Ideen oft starr und einseitig vertreten, nennt man „Ideolog:innen“. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Griechischen und bedeutet „Lehre von den Ideen“. Bis ins 19. Jahrhundert wurde darunter die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Entstehung und Entwicklung philosophischer und geistesgeschichtlicher Ideen verstanden.

Semesterschwerpunkt Künstliche Intelligenz: „Wer denkt hier eigentlich? – Der Code ist
nicht neutral“ Künstliche Intelligenz ist längst mehr als nur eine technische Entwicklung. Sie prägt, wie wir arbeiten, kommunizieren, entscheiden – und zunehmend auch, wie wir über die Welt denken. Doch hinter Algorithmen, Daten und automatisierten Systemen stehen nicht nur mathematische Modelle, sondern auch Annahmen, Werte und Weltbilder. Genau hier beginnt die ideologische Dimension der Künstlichen Intelligenz.
Diese Serie widmet sich der Frage, welche Vorstellungen von Mensch, Gesellschaft und
Zukunft in KI-Technologien eingeschrieben sind. Wer definiert, was „intelligent“ ist? Welche Interessen spiegeln sich in Datensätzen und Modellen wider? Und wie verändern KISysteme Machtverhältnisse, ohne dass diese Veränderungen immer sichtbar sind?
Statt KI nur als neutrales Werkzeug zu betrachten, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre
politischen, sozialen und kulturellen Implikationen. Denn Technologien entstehen nicht im luftleeren Raum – sie sind Produkte ihrer Zeit, ihrer Entwickler:innen und der Strukturen, in denen sie entwickelt werden.

In den Veranstaltungen beleuchten wir unterschiedliche Perspektiven auf die Ideologie der Künstlichen Intelligenz: von ökonomischen Interessen über ethische Fragen bis hin zu gesellschaftlichen Auswirkungen. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie KI unsere Gegenwart formt – und welche Zukunftsvorstellungen sie dabei mittransportiert.

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