25. Juli 2026: Rückschau: Bundeskonferenz der Freiheitskämpfer*innen im April 2026

Bundeskonferenz 2026 – Einigkeit macht stark!

100 Delegierte aus allen neun Bundesländern waren zu unserer Bundeskonferenz am 11. April im Bildungszentrum der AK in Wien eingeladen, 85 sind gekommen. Unser Statut schreibt eine Konferenz alle vier Jahre vor. AK-Präsidentin Renate Anderl, SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim und SJÖ-Verbandsvorsitzende Larissa Zivkovic richteten Grußworte an die Konferenz.

Berichte

Bundesvorsitzender Gerald Netzl verwies auf die digital vorliegenden schriftlichen Tätigkeitsberichte der Bundesorganisation und aller Landesverbände (Info für unsere LeserInnen: diese können gerne im Bundessekretariat angefordert werden!). Er erwähnte die Februarfeiern und Novembergedenken in zahlreichen Bundeländern, die gute Zusammenarbeit mit KZ-Verband und ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten in der ARGE der NS-Opferverbände, die Bedeutung unserer Zeitung als Bindeglied zu unseren 4.000 Mitgliedern und um an die WiderstandskämpferInnen zu erinnern. Ganz wichtig ist das Bernaschek-Gedenken und die Befreiungsfeier in Mauthausen.

Anlässlich 100 Jahre Republikanischer Schutzbund haben wir historische Pins und Poster angefertigt. 80 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus war der Anlass für eine Kalender-Sondernummer des „Kämpfers“ mit Biografien von WiderstandskämpferInnen.

Erfreulich: Alle neun SPÖ-Regierungsmitglieder sind bei uns Mitglied. Wir sind und bleiben eine traditionsbewusste Bewegung und behalten die Kassierung der Mitglieder durch Landesorganisationen bzw. Bezirke sowie Mitgliedsbuch und Beitragsmarke bei.

Gerald Netzl bedankte sich bei den aus dem Vorstand ausscheidenden Mitglieder Alexander Ackerl, Julia Hinterseer-Pinter, Severin Holzknecht, Peter Munk, Paul Stich, Marcus Strohmeier und Peter Weidner sowie bei unserer Sekretärin Ingrid Antes und Annemarie Hopfgartner für ihre Arbeit.

Round Table

Inhaltlicher Höhepunkt der Bundeskonferenz war ein von Werner Anzenberger moderiertes Gespräch mit Renate Anderl, Abg. Sabine Schatz und DÖW-Leiter Andreas Kranebitter über Ideen und Strategien zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. Renate Anderl betonte, wir müssen solidarisch an einem Strang ziehen. Sabine Schatz hielt fest, ohne eine Regierungsbeteiligung der SPÖ gäbe es einen enormen Rückschritt bei den sozialen Errungenschaften, vor allem aufgrund des Erstarkens der Rechten. Andreas Kranebitter bezeichnete den Anstieg strafbarer rechtsextremer Handlungen als besorgniserregend. Wir müssen gemeinsam den Kampf gegen Rechtsextremismus führen. Es folgten Wortmeldungen von Delegierten an die TeilnehmerInnen des Round Table.

Ehrungen

Die Verleihung der Otto-Bauer-Plakette an Gin. Renate Anderl und Gen. Gerhard Baumgartner, Vorgänger von Andreas Kranebitter als DÖW-Leiter, für ihr antifaschistisches Engagement erfreute alle im Saal. Marina Hanke verlas die Begründungen, hier Auszüge: „Gin. Anderl gehört seit 2017 unserem Bund an, 2021 war sie Hauptrednerin bei unserem Gedenkmarsch auf dem Wiener Zentralfriedhof. Die Bekämpfung des Rechtsextremismus und antidemokratischer politischer Bewegungen ist ihr ein Anliegen, das sie tatkräftig fördert und unterstützt. Die Arbeiterkammer hat eine gute antifaschistische Tradition und nimmt sich des kulturellen und historischen Erbes der ArbeiterInnenbewegung an. In ihrer Verantwortung und Funktion als Präsidentin ist Renate Anderl die Garantin, dass das so bleibt. … Gen. Gerhard Baumgartner war von 2014 bis 2023 wissenschaftlicher Leiter des überparteilichen DÖW und war dabei parteilich. Er war und ist parteilich im guten, antifaschistischen Sinn. Er hat das DÖW gut durch die schwierigen Jahre der Covid 19-Pandemie gebracht. Das Ansehen der Institution DÖW in Österreich und im Ausland ist ungebrochen hoch. Gerhard ist seit 2013 Mitglied unseres Bundes.“

Wahl

Alle KandidatInnen wurden in geheimer Wahl mit breiter Mehrheit gewählt, die meisten einstimmig. Ein Viertel der 32 Mitglieder des Bundesvorstands sind neu. Zwei Wortmeldungen unter „Allfälliges“ der Gen. Alexander Rath (OÖ) und Wolf Grünzweig (T) schlossen die Bundeskonferenz ab. Die Konferenz endete mit der Internationale.

Am 11. April 2026 gewählter Bundesvorstand:

Vorsitzender:   

Gerald Netzl

Stv. Vorsitzende: 

Werner Anzenberger

Marina Hanke

Franz Koskarti

Harald Ludwig

Elisabeth Fleischanderl

Schriftführerin:

Arijana Šegalo

Stv. SchriftführerIn:

Samuel Puttinger

Magdalena Schmid

Finanzreferentin:         

Annemarie Hopfgartner

Stv. FinanzreferentIn:   

Matteo Gebhart

Irene Pichler

BeisitzerInnen:             

Margarete Benedics

Klaus Bergmaier

Antonio Della Rossa

Martin Gressl

Volkmar Harwanegg

Anton Heinzl

Dominik Lang

Siegi Lindenmayr

Michael Ludwig

Martin Peterl

Marie-Therese Reisenauer

Stefanie Rödhamer

Andreas Sarközi

Gerlinde Sauerschnig

Gerhard Schmid

Günther Sidl

Jacqueline Stöger

Gabi Tremmel-Yakali

Hannes Weninger

Larissa Zivkovic

RechnungsprüferInnen:

Kira Binderlehner

Anja Germann

Ronny Jesenko

Hannelore Wallner

V. l. n. r.: Werner Anzenberger im Gespräch mit Renate Anderl, Sabine Schatz und Andreas Kranebitter.

Bundeskonferenz 2026_Ehrungen.jpg

Renate Anderl und Gerhard Baumgartner erhielten die Otto-Bauer-Plakette. V. l. n. r.: Werner Anzenberger, Volkmar Harwanegg, Gerhard Baumgartner, Renate Anderl, Marina Hanke, Gerald Netzl und Harald Ludwig.

Text: Gerald Netzl

Quelle: https://www.freiheitskaempfer.at/?cat=6

Fotos: (c) Gerhard Antes

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