26. April 2026: Lagergemeinschaft Flossenbürg sichert Fortbestand

Als „Österreichischer Gedenk- und Forschungsverein ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg“ hat die bisherige Lagergemeinschaft ihre Arbeit wieder aufgenommen. Bereits Ende August wurde ein neuer Vorstand für den Gedenkverein gebildet. Als neue Vorsitzende fungiert dabei die ehemalige Sekretärin unseres Bundes Edith Krisch, die ein junges Team für die weitere Vereinsarbeit begeistern konnte. Dazu gehören u. a. als stellvertretende Vorsitzende Maria Sidl und SPÖ-Bundesrat Martin Peterl. „Gedenken braucht persönliches Engagement und Kontinuität – beides konnten wir glücklicherweise im neuen Vereinsvorstand vereinen. Damit sind die besten Voraussetzungen für einen nahtlosen Übergang der alten Lagergemeinschaft vorhanden“, betont Krisch.

Ein erstes Zeichen der Kontinuität setzte der neue Vorstand bereits in seiner ersten Sitzung. Als einer der ersten Beschlüsse wurden Leo Mistinger und Albert Schwägerl posthum zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. Leo Mistinger wurde 1944 von der Gestapo verhaftet wurde nach mehrmonatiger Haft nach Flossenbürg deportiert, wo er bis zur Befreiung durch die US-Armee blieb. Er war nicht nur ein bedeutender Kämpfer für das Rote Wien, sondern auch seit 1995 ein aktives Mitglied im Förderverein der KZ-Gedenkstätte und Vorsitzender unseres Bundes von 1990-1992. Albert Schwägerl, ehemaliger SPD-Ortsvorsitzender von Flossenbürg, setzte sich für die Errichtung eines „Stein des Anstoßes“, der auch „Sozialistenstein“ genannt wird, in der Gedenkstätte ein.

Stefan Gatternig

Foto: Flossenbürg.jpg Credit: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, gemeinfrei

Fototext: Leo Mistinger (rechts) zusammen mit anderen Österreichern nach der Befreiung 1945 in Flossenbürg.

Text: erschienen in „Der sozialdemokratische Kämpfer“: https://www.freiheitskaempfer.at/?cat=6
Link zur Gesamtausgabe: https://www.freiheitskaempfer.at/wp-content/uploads/2026/03/DSK_1-2-3_2026.pdf

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