1. März 2022: Der Waschsalon geht wieder auf Außendienst: Außendienst am Friedrich-Engels-Platz und in Sandleiten

Der Waschsalon ist ab März wieder auf Außendienst und führt durch ausgewählte Gemeindebauten.

Am 6. März geht es durch den Hof am Friedrich-Engels-Platz, ein Werk des Otto-Wagner-Schülers Rudolf Perco. Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung 1933 gilt die Wohnhausanlage als „größter Wohnbau der Welt“.

Am 3. April führen wir durch die Wohnhausanlage Sandleiten, errichtet mit 1.587 Wohnungen. Diese „Stadt in der Stadt“ wird in der Anmutung einer organisch gewachsenen Stadt errichtet – mit kleinen Plätzen, Brunnen, Stiegen, Terrassen und Pergolen.

Anmeldungen unter info@dasrotewien-waschsalon.at

AUSSENDIENST

Das Team des Waschsalons verlagert sein Führungsangebot verstärkt ins Freie und führt Stadtspaziergänge durch ausgewählte Gemeindebauten.
Bitte beachten Sie die jeweils gültige Covid-Verordnung.

 

  • Stadtspaziergang Friedrich-Engels-Platz

Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung 1933 gilt die Wohnhausanlage am Friedrich-Engels-Platz, ein Werk des Otto-Wagner-Schülers Rudolf Perco, mit ihren rund 1.400 Wohnungen als „größter Wohnbau der Welt“.

Die aus mehreren Höfen bestehende Anlage verfügte über eine Reihe von Infrastruktureinrichtungen – darunter auch eine Zentralwäscherei und ein großes Kinderfreibad – und beeindruckt durch die Monumentalität ihrer Wohntürme, die vorgesetzten Balkongruppen und riesigen Fahnenmasten, aber auch durch ihre Fülle an Kunst-am-Bau-Werken.

Der von Margarete Schütte-Lihotzky entworfene Kindergarten am Kapaunplatz wird zwar erst 1952 eröffnet, steht aber noch ganz in der Tradition des Roten Wien.

Sonntag, 6.3.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 20., Straßenbahnhaltestelle Friedrich-Engels-Platz
Erreichbarkeit: Straßenbahn Linien 2, 5, 30, 31 und 33

  • Stadtspaziergang Sandleiten

Mit 1.587 Wohnungen ist Sandleiten das größte Wohnbauprojekt der Gemeinde Wien in der Ersten Republik. Diese „Stadt in der Stadt“ wird von drei Architektengemeinschaften in der Anmutung einer organisch gewachsenen Stadt errichtet – mit kleinen Plätzen, Brunnen, Stiegen, Terrassen und Pergolen.

Vorbildcharakter hat auch die eigene Bücherei sowie ein für 600 Personen angelegter Kino- und Theatersaal.
 

Sonntag, 3.4.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 16., Nietzscheplatz
Erreichbarkeit: Straßenbahn 44 bis Liebknechtgasse

  • Ringstraße des Proletariats in Meidling

Die Ringstraße des Proletariats ist keine „Straße“, sondern die größte Konzentration kommunaler Wohnhausanlagen im Roten Wien. Der bekanntere Abschnitt befindet sich entlang des Margaretengürtels, mit dem Reumannhof als Herzstück.

Gegenüber, in Meidling, gibt es jedoch ebenfalls eine Reihe höchst sehenswerter Bauten. Unser Stadtspaziergang führt vom Lorenshof über den Bebelhof, ein Werk von Karl Ehn, dem Architekten des Karl-Marx-Hofes, zum Liebknechthof und von dort zum Fuchsenfeld- und Reismannhof der Otto-Wagner-Schüler Heinrich Schmid und Hermann Aichinger.

Sonntag, 8.5.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 12., vor dem U-BahnAusgang Längenfeldgasse
Erreichbarkeit: U4 bis Längenfeldgasse

  • Ringstraße des Proletariats in Margareten

Zwischen 1919 und 1933 errichtet das Rote Wien mehr als 380 kommunale Wohnbauten mit knapp 65.000 Wohnungen. Die höchste Konzentration dieser Gemeindebauten findet sich entlang des Margaretengürtels – auf der sogenannten „Ringstraße des Proletariats“, dem politischen Gegenentwurf zur bürgerlichen Ringstraße.

Unser Stadtspaziergang führt vom Reumannhof über den Metzleinstalerhof zum Matteottihof und weiter zum Herwegh- und Julius-Popp-Hof. Allesamt Bauten des Architekten-Duos Heinrich Schmid und Hermann Aichinger sowie von Hubert Gessner.

Sonntag, 12.6.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 5., vor dem Reumannhof, Margaretengürtel 100-110
Erreichbarkeit: Straßenbahn 6, 18 oder 62, Bus 59A

  • Stadtspaziergang durch das rote Favoriten

Wir starten unseren Rundgang auf jenem Platz, der nach dem ersten sozialdemokratischen Bürgermeister Wiens benannt ist. Hier befindet sich auch das prunkvolle, nach der Gemeinderätin Amalie Pölzer benannte Amalienbad, das zum Zeitpunkt seiner Eröffnung 1926 zu den größten Bädern Europas zählt. Vorbei an der auffälligen roten und reduzierten Fassade des Dorotheums Favoriten erreichen wir den Zürcher Hof mit dem pathetischen „Fries der Arbeit“.

Mit der Errichtung des Arbeiterheims Favoriten durch Hubert Gessner gelingt der Arbeiterschaft der Weg aus der „Spelunke“, hinein ins eigene Heim. Von hier gelangen wir noch zum repräsentativen Pölzerhof, benannt nach dem Favoritner Bezirksobmann Johann Pölzer. Das Kindertagesheim im gegenüberliegenden Waldmüllerpark erfüllt Julius Tandlers Ausspruch „Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern nieder“.

Sonntag, 26.6.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 10., Reumannplatz, U-Bahn-Ausgang Amalienbad
Erreichbarkeit: U1 Reumannplatz

  • Stadtspaziergang Goethehof

Der Goethehof in der Donaustadt ist zum Zeitpunkt seiner Eröffnung 1932 die größte kommunale Wohnhausanlage jenseits der Donau und umfasst 727 Wohnungen. Insgesamt sieben Architekten sind an der Errichtung von „Wiens schönstem Goethe-Denkmal“ beteiligt.

Neben sehenswerten Beispielen von „Kunst am Bau“ gibt es in der Ersten Republik ein großes Kaffeehaus, eine Bücherei, einen Montessori-Kindergarten, einen Jugendhort, Waschküchen sowie eine Tuberkulosen-Fürsorgestelle.

Sonntag, 3.7.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 22., Haupteingang, Schüttaustraße 1-39
Erreichbarkeit: U1 bis Kaisermühlen VIC, 5 min. Gehweg

  • Stadtspaziergang Karl-Seitz-Hof

1925 schreibt die Gemeinde Wien für die Errichtung einer „Gartenstadt“ in Jedlesee einen Wettbewerb aus, den Auftrag erhält schließlich der Otto-Wagner-Schüler Hubert Gessner. In der „Gartenstadt“ entsteht auch die 25.000ste Wohnung des Roten Wien, das erste Wohnbauprogramm ist damit abgeschlossen.

Die in den Jahren 1926 bis 1932 errichtete Wohnhausanlage verfügt ursprünglich über 1.173 Wohnungen, eine Wäscherei, einen großen Turnsaal, Versammlungsräume, Geschäftslokale und ein Restaurant. 1951 wird der Hof nach dem früheren Bürgermeister Karl Seitz (1869–1950) benannt.

Sonntag, 7.8.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 21., Karl-Seitz-Platz 1
Erreichbarkeit: U6 bis Floridsdorf, anschließend 34A bis Jedlesee / Bellgasse

  • Stadtspaziergang in Döbling

Auch abseits des Karl-Marx-Hofes hat Döbling einige sehenswerte Gemeindebauten zu bieten: Entlang der Heiligenstädter Straße den Gallhof und den Ditteshof, am Döblinger Gürtel den durch die Stadtbahn gut versteckten Professor-Jodl-Hof. Der große Kopenhagen-Hof wurde zwar erst in der Zweiten Republik errichtet, überrascht aber mit einigen Kunstwerken aus den 1950er-Jahren.

Der Klosehof ist eine der wenigen Arbeiten des Architekten Josef Hoffmann für das Rote Wien. Gleich nebenan stehen zwei Gebäude von Ella Briggs, einer von nur zwei Architektinnen im Wiener Wohnbauprogramm: Ein früheres „Ledigenheim“ und der Pestalozzihof. Wir beenden unseren Rundgang im Währingerpark.

Sonntag, 4.9.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 9., U6 Nußdorfer Straße / vis à vis Währinger Gürtel 162
Erreichbarkeit: U6 Nußdorfer Straße

  • Stadtspaziergang George-Washington-Hof

Die ursprünglich „Am Wienerberg – Spinnerin am Kreuz“ genannte Wohnhausanlage wird 1927 bis 1930 nach Plänen von Robert Oerley und Karl Krist errichtet. Mit ihren 1.085 Wohnungen ist sie zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung eine der größten Anlagen Wiens. Jede Wohnung besitzt einen Balkon oder eine Loggia.

Neben zwei Zentralwäschereien verfügt der Hof über einen Kindergarten, einen Jugendhort, eine Mutterberatungsstelle, eine Bücherei sowie über ein Gast- und Kaffeehaus. Anlässlich des zweihundertsten Geburtstages des ersten Präsidenten der amerikanischen Republik wird der Hof 1932 nach George Washington benannt.

Sonntag, 18.9.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 10., Triester Straße, hinter der Spinnerin am Kreuz
Erreichbarkeit: 15A bis ClemensHolzmeister-Straße oder Altdorferstraße / 65A bis Clemens-Holzmeister-Straße

  • Unterwegs in Ottakring

Wir beginnen unseren Rundgang am Richard-Wagner-Platz und beim Karl-Volkert-Hof, in dem ursprünglich eine Arbeiterbücherei untergebracht war. Unweit davon erinnert nur noch eine Gedenktafel an das einst prächtige, 1934 zerstörte Arbeiterheim der Ottakringer Sozialdemokraten. Von außen unscheinbar wirkt der Dr. Friedrich-Becke-Hof, im inneren überraschen humorvolle Tierplastiken aus Keramik.

Vorbei am Schuhmeierhof, benannt nach Franz Schuhmeier, dem „Volkstribun von Ottakring“, lassen wir uns das eindrucksvolle Mosaik „100.000 neue Wiener Gemeindewohnungen“ von Otto Rudolf Schatz nicht entgehen. Unser Rundgang endet bei der ehemaligen Brotfabrik von Hubert Gessner, dem „Architekten der Arbeiterbewegung“.

Sonntag, 2.10.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 16., Richard-Wagner-Platz, vor dem Amtshaus
Erreichbarkeit: Straßenbahn Linie 46/Feßtgasse und Autobus 48A/Panikengasse

  • Rund um den Herderpark

Zu Beginn der 1920er Jahre ist die Gegend zwischen der Simmeringer Hauptstraße und dem Laaer Berg „noch eine Öde, in der es nur Fabriken, graue Zinskasernen und sonst bloß wüste Brachfelder“ gibt. 1930 kann Bürgermeister Karl Seitz schließlich den neuen Herderpark samt Kinderfreibad eröffnen.

Zu diesem Zeitpunkt stehen um den Park bereits sechs große Wohnhausanlagen mit insgesamt 1.190 Wohnungen, die nach Friedrich Engels, Franz Klein, Alfons Petzold, Karl Höger, Laurenz Widholz und Josef Scheu benannt sind.

„Das müssen doch andre, neue Menschen werden, die in einer solchen Umwelt aufwachsen“, schwärmt die Arbeiter-Zeitung.

Sonntag, 6.11.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 11., vor dem U-Bahn-Ausgang Enkplatz
Erreichbarkeit: U3 bis Enkplatz

  • Stadtspaziergang Rabenhof

Der nach Plänen der Otto-Wagner-Schüler Heinrich Schmid und Hermann Aichinger errichtete Rabenhof wird 1929 eröffnet und 1931 nach dem legendären Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung Friedrich Austerlitz benannt. 1935 wird die Anlage von den Austrofaschisten nach der Rabengasse umbenannt.

Der Hof verfügt zum Zeitpunkt seiner Errichtung über 1.097 Wohnungen für etwa 5.000 Menschen sowie über zahlreiche Infrastruktureinrichtungen, Ateliers und Geschäftslokale. In der Rabengasse befindet sich auch jener Saal mit etwa 400 Sitzplätzen, der heute das Rabenhof-Theater beherbergt.

Sonntag, 4.12.2022, 11 Uhr
Treffpunkt: 3., vor dem Rabenhof Theater, Rabengasse 3
Erreichbarkeit: U3 bis Kardinal-Nagl-Platz

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