5. Dezember 2021: 100. Jahrestag der Übergabe von Westungarn-Burgenland an Österreich

Anlässlich 100 Jahre Burgenland bei Österreich lud SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid drei Landeshauptleute des Burgendlands zu einem Zeit.Gespräche – Spezial ein. Die ehemaligen Landeshauptleute Johann Sipötz und Hans Niessl sowie der amtierende Landeshauptmann Hans Peter Doskozil plaudern über Historisches und Perspektivisches. Seien Sie dabei!

Hier geht es zum Video.

Blog des SPÖ Bundesbildungsvorsitzenden GR LAbg. Gerhard SCHMID in Kooperation mit dem Dr.-Karl-Renner Institut.

2021 feiert das jüngste Bundesland Österreichs seine 100-jährige Zugehörigkeit zur Republik Österreich. Zum Anlass dieses Jubiläums blickt man auf die bewegte Geschichte des Burgenlandes zurück und wirft gleichzeitig einen Blick in die Zukunft, denn die burgenländische Erfolgsgeschichte wird stetig weitergeschrieben.

Nach dem Ende des ersten Weltkriegs lebte im äußersten Westen des heutigen Ungarns eine deutschsprachige Minderheit. Durch den Zerfall der Habsburgermonarchie wurde diese Gruppe von Österreich getrennt. 1919 beschloss man, da sich die Bevölkerung Österreich mehr zugehörig fühlte, den Teil von Ungarn abzutrennen. Volksabstimmungen, Aufstände und Diskussionen führten 1921 dann zur Integration des heutigen Burgenlandes in die Republik Österreich. Landeshauptstadt hätte eigentlich Sopron werden sollen, eine Volksabstimmung votierte aber für den Verbleib der historischen Stadt bei Ungarn. Eisenstadt wurde schließlich 1925 Landeshauptstadt des Burgenlandes und setzte sich gegen Bad Sauerbrunn durch.

Der Name Burgenland geht auf die vier ehemaligen Verwaltungseinheiten – Pressburg, Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg – zurück. Heute befindet sich keines der Gebiete im tatsächlichen Burgenland, der Name blieb aber erhalten. Im Laufe der Geschichte war das Burgenland Schauplatz großer Ereignisse. Die großen Auswanderungswellen nach Amerika, die Volksgruppen und die Zeit während sowie nach dem 2. Weltkrieg haben die Geschichte nachhaltig geprägt. Ebenso die künstliche Grenze – der Eiserne Vorhang – der die Gesellschaft lange Zeit spaltete. Als 1989 der Eiserne Vorhang fiel, verwandelte sich die Region von einem Ort der Spaltung in ein Gebiet von Zusammenhalt und Vereinigung.

Im Jahr 2021 ist das Burgenland in vielerlei Hinsicht eine Vorzeigeregion innerhalb der Europäischen Union. Vor allem in Sachen erneuerbare Energien und wirtschaftliche Entwicklung ist das östlichste Bundesland Österreichs ein Vorbild. Viele schätzen das Burgenland als Heimat, Ort der Ruhe und Zufluchtsort.

Dem Jubiläum wird eine umfassende Ausstellung auf der neu renovierten Burg Schlaining gewidmet. Exponate, Fotos und interessante Erzählungen aus der Vergangenheit liefern einen Einblick in das Burgenland von damals. Neben der großen Jubiläums-Ausstellung finden sich zahlreiche kleine Veranstaltungen und Initiativen, die das Burgenland in seiner ganzen Vielfalt zum Thema machen.

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