1. Oktober 2026: MKÖ-Newsletter Oktober 2026

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Gedenkort Gunskirchen: Eröffnung am 6. Oktober 2026

Am 6. Oktober um 13 Uhr ist es so weit: Wir eröffnen den neuen innovativen Gedenkort Gunskirchen. Ein Ort, der viel zu lange nahezu unsichtbar war. „Sichtbar machen, was niemals vergessen werden darf“ ist der Anspruch, mit dem wir dieses Projekt gemeinsam mit dem KZ-Überlebenden Daniel Chanoch seit Jahren vorantreiben.

Im KZ-System Mauthausen war das KZ-Außenlager Gunskirchen eines der grausamsten. Im April 1945 wurden von den Nationalsozialisten Menschen aus unterschiedlichen Ländern interniert. Durch minimale Versorgung und katastrophale Bedingungen wurden die Häftlinge dem Sterben ausgesetzt: eine Hölle auf Erden, wie es Überlebende und Befreiende beschrieben.

An der Stelle des ehemaligen KZ-Außenlagers Gunskirchen entsteht nun ein Gedenkort, der Mahnmal und Bildungsprojekt zugleich ist. Sechs Glasstelen erheben sich direkt aus dem Waldboden und erzählen in fünf Kapiteln die Geschichte des Lagers: „Der Weg nach Gunskirchen“, „Das Konzentrationslager“, „Die Hölle im Wald“, „Die Befreiung“ und „Entwicklungen nach 1945“. Ein QR-Code auf jeder Stele führt zu einem virtuellen, mehrsprachigen Rundgang mit Videos, Audiodateien und Zeitzeug:innenberichten.

Kommen Sie zur Eröffnung des Gedenkorts.

Anmeldung via info@mkoe.at
www.gedenkort-gunskirchen.at

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Rundgang „Republik und Demokratie“

Historiker:innen haben diesen Rundgang für uns entwickelt: Ausgehend von der Votivkirche spannt er den Bogen von Monarchie über Austrofaschismus und Nationalsozialismus bis in die Gegenwart, immer entlang der Frage, wie Demokratie erkämpft und verteidigt wurde.

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Österreichs Zeitzeugen

Gemeinsam mit dem ORF haben wir ein Videoarchiv mit 89 Zeitzeug:innen aus vier Epochen der österreichischen Geschichte online gestellt, von der Monarchie bis zur Nachkriegszeit. Die Kurzvideos sind ideal für den Unterricht.

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Zivilcourage trainieren
In unserem Workshop „Zivilcourage im Internet“ arbeiten wir mit jungen Menschen gegen Cybermobbing, Hass im Netz und Fake News.

Mit der App „Zivil.Courage.Online“ lässt sich Zivilcourage mit spielerischen Übungen auf dem Handy trainieren.

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Alle Termine 2026

Gedenk- und Befreiungsfeiern finden in ganz Österreich statt. Die vollständige, österreichweite Terminübersicht für 2026 finden Sie gesammelt auf einer Seite, laufend aktualisiert.

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Termine

Gedenkfeier für die Opfer der NS-Euthanasie im Schloss Hartheim
Donnerstag, 1. Oktober 2026
Beginn: 17:00
Ort: Alkoven/Schloss Hartheim, Schloßstraße 1, Oberösterreich

Im Schloss Hartheim wurden zwischen 1940 und 1944 rund 30.000 Personen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen oder psychischen Krankheiten sowie als arbeitsunfähig eingestufte Häftlinge des KZ-Systems Mauthausen ermordet.
Gemeinsam gedenken wir den Opfern des NS-Regimes mit einer Kranzniederlegung.
Rednerin: Christine HAIDEN – Journalistin, Autorin, Präsidentin OÖ Presseclub
Anmeldung



Gedenkfeier am Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers Ternberg
Freitag, 2. Oktober 2026
Beginn: 18:30
Ort: Pfarrbaracke, Spielfeldstraße 1, Oberösterreich

Im KZ-Außenlager Ternberg waren republikanische Spanier interniert, die neben Kriegs- und Strafgefangenen zum Bau des Kraftwerks und von Straßen eingesetzt wurden. In der Pfarrbaracke Ternberg hält ein Gedenkraum im Keller die Erinnerung an die nationalsozialistischen Gräueltaten wach.
Gedacht wird im Rahmen der Feier mit einer Gedenkrede, einem kreativen Beitrag von Jugendlichen und einer Kranzniederlegung.
Anmeldung



Historischer Rundgang durch Wien: „Republik und Demokratie“
Samstag, 3. Oktober 2026
Beginn: 14:00
Ort: Vorplatz der Votivkirche, Wien

Das MKÖ lädt zum thematischen Rundgang durch die Wiener Innenstadt ein.
Im Mittelpunkt des Rundgangs „Republik und Demokratie“ stehen Demokratie und Mitsprache- und Mitbestimmungsrechten jedes einzelnen. Anhand der Auseinandersetzung mit der österreichischen Vergangenheit (Monarchie, Republik, Austrofaschismus, Nationalsozialismus) wird ein Bogen in die Gegenwart gespannt.
Dabei wird nicht aus den Augen verloren, dass Demokratie keine Konstante darstellt und immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen verteidigt bzw. auf andere Menschen/Bereiche ausgedehnt werden muss. Dies wird anhand politischer Kontroversen der vergangenen Jahre gezeigt. Durch die Auseinandersetzung mit Fragen wie „Gegen welche Ungerechtigkeiten wurde angekämpft?“, „Welche Mittel wurden eingesetzt, um Demokratie und Menschenrechte durchzusetzen?“, „Was ist Zivilcourage?“, „Was ist ziviler Mut?“, „Was ist ziviler Ungehorsam?“ sowie anhand von Beispielen von Personen, die Widerstand geleistet haben, soll Demokratiebewusstsein gestärkt werden.
Anmeldung
Mehr Infos unter www.denkmalwien.at




„Lange Nacht der Museen“ beim Peršman Museum
Samstag, 3. Oktober 2026
Beginn: 18:00
Ort: Peršman Museum, Koprein-Petzen 3, Kärnten

Das Museum am Peršmanhof ist in dieser Form das einzige Museum in Österreich, das die Vertreibung der Kärntner Slowen:innen und den Widerstand der Partisan:innen thematisiert. Außerdem ist ein Teil der Ausstellung dem Massaker gewidmet, das sich im Jahr 1945 am Peršmanhof zutrug. Die ausführliche Aufarbeitung der Geschehnisse zeigt die erschütternde Unmenschlichkeit, mit der hier eine ganze Familie inklusive Neugeborener und Kinder ermordet wurde.

Muzej pri Peršmanu je v tej obliki edini muzej v Avstriji, ki se posveča izgonu koroških Slovencev in odporu partizanov. Poleg tega je del razstave namenjen pokolu, ki se je leta 1945 zgodil pri Peršmanu. Podrobna obravnava dogodkov razkriva pretresljivo nečlovečnost, s katero je bila tukaj ubita celotna družina, vključno z novorojenčki in otroki.
Anmeldung




„Ston-Wanderung“
Sonntag, 4. Oktober 2026
Beginn: 09:00
Ort: k&k Center, St. Johann im Rosental 33, Kärnten

Die „Ston-Wanderung“ erinnert an die Partisan:innen, die während des Zweiten Weltkriegs im Widerstand gegen den Faschismus ums Leben kamen. Sie führt zu den Gedenkorten in St. Johann im Rosental / Šentjanž v Rožu und am Rabenberg / Rute, wo Denkmäler an die gefallenen Partisan:innen und den in Dachau ermordeten Priester Janez Hornböck erinnern.
Gewidmet ist die Wanderung dem Partisanen Bogdan Mohor-Ston, der im Rosental / Rož den Widerstand organisierte.

„Ston-pohod“ spominja na partizanske borce, ki so med drugo svetovno vojno v odporu proti fašizmu v tem območju izgubili življenje. Pot vodi do spominskih mest v Šentjanžu/St. Johann v Rožu in na Ruti/Rabenberg, kjer spomeniki spominjajo na padle partizane in duhovnika Janeza Hornböcka, umorjenega v Dachauu.
Pohod je posvečen partizanu Bogdanu Mohorju-Stonu, ki je v Rožu organiziral odpor. Od leta 2015 poteka vsako leto drugo oktobrsko nedeljo in ohranja spomin na protifašistični boj ter žrtve nacističnega pregona.
Anmeldung




Eröffnung des Gedenkorts Gunskirchen
Dienstag, 6. Oktober 2026
Beginn: 13:00
Ort: Gedenkort Gunskirchen, Oberösterreich

Mit dem neuen Gedenkort entsteht ein innovativer, historisch fundierter und zugleich zukunftsorientierter Ort des Erinnerns. Er macht sichtbar, was niemals vergessen werden darf, und erzählt die Geschichte der zehntausenden Menschen – fast ausschließlich Jüdinnen und Juden –, die hier in den letzten Kriegswochen interniert und unter unmenschlichen Bedingungen dem Sterben ausgesetzt waren. Der Gedenkort verbindet analoge und digitale Vermittlung, schafft Raum für Bildung und Reflexion und trägt das Vermächtnis der Überlebenden in die kommenden Generationen. Auf sechs Glasstelen wird die Geschichte des KZ-Außenlagers vor Ort vermittelt. QR-Codes verweisen auf einen virtuellen Rundgang mit weiterführenden Informationen, Fotos und Videos mit Überlebenden und Zeitzeug:innen.
Weitere Informationen sind unter www.gedenkort-gunskirchen.at zu finden.


Gedenkfeier für die ermordeten Zwangsarbeiter*innen
Dienstag, 13. Oktober 2026

Beginn: 17:00
Ort: Denkmal, Tuffeltsham, Oberösterreich

Die Veranstaltung steht im Zeichen der internationalen Begegnung und der gemeinsamen Aufarbeitung. Das Mahnmal erinnert an das Schicksal des polnischen Zwangsarbeiters Josef Mandela, der im Dezember 1942 in Landertsham ermordet wurde. Die Zwangsarbeit in der NS-Zeit war ein institutionalisiertes System der Ausbeutung, dem während des Zweiten Weltkriegs rund 13 Millionen Häftlinge, Kriegsgefangene und Zivilistinnen und Zivilisten im gesamten deutsch besetzten Europa unterworfen waren.

Nachkommen von Zeitzeug*innen nehmen den Weg auf sich, um vor Ort seines Schicksals zu gedenken. Neben Bürgermeister Wolfgang KAISS von der Gemeinde Redlham wird zudem Herr Gembiak PRZEMYSLAW als offizieller Vertreter der polnischen Botschaft an der Gedenkfeier teilnehmen, um ein Zeichen der überregionalen Verbundenheit und des gemeinsamen Erinnerns zu setzen.



Begleitung am Ort des ehem. KZ-Außenlagers Ternberg
Samstag, 17. Oktober 2026
Beginn: 14:00
Ort: Gedenkraum, Spielfeldstraße 1, Oberösterreich

Das MKÖ lädt zur Begleitung am Ort des ehemaligen KZ-Außenlager des KZ Mauthausen Ternberg ein.
Anmeldung



Eröffnung der Gedenkstätte Aflenz Memorial
Sonntag, 18. Oktober 2026
Beginn: 11:00
Ort: Rezneier Straße, Steiermark

Am Ort des Außenlagers Wagna/Leibnitz besteht in den dortigen Höhlen ein Gedenkort, am Ort des KZ-Außenlagers selbst weist jedoch noch nichts auf die dort stattgefundenen Verbrechen hin. Dort, wo sich das KZ befand, wird eine Gedenkstätte in Form eines Landschaftsdenkmals errichtet und damit ein Ort der Erinnerung und Vermittlung geschaffen.


Begleitung am Ort des ehem. KZ-Außenlagers Hinterbrühl
Samstag, 24. Oktober 2026
Beginn: 14:00
Ort: Gedenkstätte, Johannesstraße 16-32, Niederösterreich

Das MKÖ lädt zur Begleitung am Ort des ehemaligen KZ-Außenlager des KZ Mauthausen Hinterbrühl ein.
Anmeldung




Gedenkfeier für die Opfer für ein freies Österreich Spominska prireditev za državni praznik vTrnji vasi
Montag, 26. Oktober 2026
Beginn: 10:00
Ort: Friedhof Annabichl, Flughafenstraße 7, Kärnten

Im sogenannten Gaukrankenhaus Klagenfurt wurden während der NS-Zeit zwischen 700 und 900 Menschen als „lebensunwürdig“ tituliert und ermordet. Auf dem Zentralfriedhof in Klagenfurt befindet sich eine beträchtliche Zahl an Gräbern von erbbiologisch Verfolgten. Nach der NS-Zeit wurden die Massengräber, in denen sie verscharrt wurden, aufgelassen. Doch die Forschung in den Totenbüchern förderte die Namen von 139 Opfern zu Tage. Beim Mahnmal wird an sie und an die zahlreichen weiteren Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Jedes Jahr findet zum Nationalfeiertag das gemeinsame Gedenken an die Opfer für ein freies Österreich statt.

Ta spominska prireditev poteka na osrednjem spominskem obeležju za vse žrtve nacizma v in iz Koroške / Kärnten. Spomenik, ki so ga postavile koroške protifašistične organizacije, počasti žrtve, seznam njihovih imen pa se na pobudo Memoriala Koroška/Kärnten nenehno dopolnjuje. Prireditev je opomin na preteklost in jasno znamenje proti pozabi.
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Friedensmarsch für die Opfer des KZ-Außenlagers Großraming
Montag, 26. Oktober 2026
Beginn: 18:00
Ort: „Kriegerdenkmal“ am Kirchenplatz, Oberösterreich

Das KZ-Außenlager Großraming war ein Teil des „Gemeinschaftslagers Ennskraftwerkbau“, in dem ab 1943 insgesamt 1.800 Personen interniert wurden. Die schwere Zwangsarbeit, die schlechte Versorgung und die Gewalttaten der SS kosteten unzähligen Menschen das Leben. Der Friedensmarsch zum Nationalfeiertag 2026 wird ein Lichtermarsch vom Denkmal der Gefallenen zum Denkmal im Kreisverkehr, wo die Lichter abgestellt werden. Mit musikalischer Begleitung durch eine Bläsergruppe.
Redner: BM Günther GROSSAUER
Anmeldung



Stilles Gedenken
Mittwoch, 28. Oktober 2026
Beginn: 17:00
Ort: Gedenkstein in Goldegg, Hofmark 51a, Salzburg

in Erinnerung an die Hinrichtungen der Wehrmachtsdeserteure Alois Buder, August Egger, Karl Rupitsch und Kaspar Wind am 28.10.1944 im KZ Mauthausen
Anmeldung




Zentrale Gedenkveranstaltung zu Allerseelen in St. Veit im Jauental / Šentvid v Podjuni Osrednja spominska svečanost ob dnevu mrtvih v Šentvidu v Podjuni
Samstag, 31. Oktober 2026Beginn: 14:00
Ort: St. Veit im Jauental, Friedhof, Kärnten

Auf dem Friedhof von St. Veit im Jauntal / Šentvid v Podjuni erinnert ein Denkmal an die Partisanen Franc Hobel und Ignac Žolnir sowie an deren Familien und Mitstreiter:innen, die im Kampf gegen den Faschismus gefallen sind. Eine weitere Gedenktafel erinnert an Terezija Mičej und ihre Tochter, die wegen Unterstützung von Partisan:innen 1945 in Graz / Gradec hingerichtet wurden. In St. Primus / Šentprimož befindet sich zudem ein Gedenkstein für Janez Wutte-Luc, geboren 1918 in Vesielach / Vesele, Partisan und später führender Funktionär der Kärntner Slowenen, der bis 1997 Vorsitzender des Partisanenverbands war und für seine Verdienste unter anderem das Ehrenkreuz für die Befreiung Österreichs erhielt.

Na pokopališču v Šentvidu v Podjuni stoji spomenik padlim partizanom Francu Hobelu in Ignacu Žolnirju, ki sta padla v boju proti fašizmu. Franc Hobel, po domače Rojak, iz Pogrč pri Šentvidu, rojen leta 1914, je padel leta 1944 v Lobniku; Ignac Žolnir, rojen leta 1912 v Slovenj Gradcu, je bil član obveščevalnega centra Kokrškega odreda in je padel leta 1945. Iz družine Hobel so v vojni padli trije bratje – Franc, Feliks in Anton – kot partizani, medtem ko je bila sestra odpeljana v taborišče Ravensbrück. Od leta 2012 spominska plošča spominja na Terezijo Mičej in njeno hčer, ki sta bili zaradi pomoči partizanom 12. januarja 1945 usmrčeni v Gradcu; družina Ročičjak in drugi so vzdrževali stik z odporom v Ettendorfu (brez slovenskega imena). V Šentprimožu stoji spomenik Janezu Wutte-Lucu, rojenemu leta 1918 v Veselah, partizanu in kasnejšemu vodilnemu funkcionarju koroških Slovencev, ki je bil do leta 1997 predsednik Zveze koroških partizanov ter je med drugim prejel Častni križ za osvoboditev Avstrije.
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