14. Mai 2026: Das AZ-Archiv ist (wieder) online!

http://www.arbeiterzeitung.at

Das kostenlose Archiv aller Ausgaben der historischen Arbeiterzeitung der Zweiten Republik ist (wieder) online. Von 2004 bis 2021 waren schon 35 Millionen Artikel auf www.arbeiterzeitung.at abgefragt worden. Nach dem notwendigen, umfassenden technischem Neuaufbau sind jetzt jeden Tag wieder Hunderte User, manchmal stundenlang, im kostenlosen AZ-Archiv unterwegs: für private Erinnerungen zu historischen Fußballmatches ebenso wie für Informationsbeschaffung zu jeglich anderen Ereignissen in den Jahren 1945 bis 1989 – als Autor:innen, Lehrer:innen, Forscher:innen, speziell Politik-, Wirtschafts- und Kulturinteressierte. Besonders viele Studierende und Schüler:innen nutzen diese Primärquelle.

Die Arbeiter-Zeitung ist ein Stück Geschichte. Gegründet 1889 von Victor Adler als sozialistisches Zentralorgan, hatte sie Einfluss in ganz Europa und war nach 1945 Wegbegleiterin des österreichischen Wiederaufbaus. Das Projekt arbeiterzeitung.at schrieb dann selbst auch Geschichte. Zum ersten Start 2004 war die Archiventwicklung der Andy Kaltenbrunner Medienberatung mit Hilfe zahlreicher Forscher:innen und Web-Expert:innen das Pionierprojekt eines ersten, offenen Zeitungsarchivs im deutschsprachigen WWW. Jetzt wurde das Archiv von der gemeinwohlorientierten Forschungsgesellschaft Medienhaus Wien erneut gemeinsam mit vielen Expert:innen  in Dgitalisierung und Online vollständig neu aufgesetzt: In 215.000 retro-digitalisierten Seiten Zeitgeschichte, mehr als einer Million Artikel, kann jetzt auch mit Volltextsuche recherchiert werden.  Eingebettet ist das Archiv in zeitgeschichtliche Begleitung durch das Forschungsteam.

Ermöglicht wurde der Wiederaufbau durch eine Förderung aus dem Programm „Kulturerbe digital“ des Bundesministeriums für Medien, Kunst und Kultur, finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und Eigenmitteln von Medienhaus Wien. 2026 ist die AZ damit noch immer der einzige österreichische Tageszeitungstitel, der mit allen Nachkriegsausgaben im Internet kostenlos zur Verfügung steht.

Das neue Archiv wurde im November 2025 im Wiener Presseclub Concordia von Andy Kaltenbrunner und Web-Designer Andreas Scharf vorgestellt. Von der großen Bedeutung und ihrer persönlichen häufigen Nutzung des AZ-Archivs berichteten dort Unterstützer:innen und Berater:innen wie die 3. NR-Präsidentin Doris Bures, Regisseur Harald Sicheritz und Digitalrechtsexperte Prof. Nikolaus Forgó. Jetzt geht es zu einem der wichtigsten Chronisten der Zweiten Republik wieder mit einem Klick: www.arbeiterzeitung.at

Quelle: http://www.arbeiterzeitung.at
Fotos: Copyright: Medienhaus Wien/Walter Henisch

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