9. Mai 2026: Europatag – feiern wir Europa, am Stephansplatz und Zwidemu (Zwischen den Museen) in Wien, Bundesrat Markytan hält Rede zum Thema Sport und Europa


Am 9. Mai wird europaweit der Europatag für Frieden, Demokratie und Zusammenarbeit gefeiert. Auch in Wien steht dieser Tag ganz im Zeichen der europäischen Idee und der gemeinsamen Zukunft Europas.

Europatag in Wien

In Wien wird der Europatag heuer am Stephansplatz und ZwideMu (Zwischen den Museen) mit einem umfangreichen Programm aus Politik, Kultur und Begegnung gefeiert. Die Veranstaltung verbindet Diskussion, Musik und gesellschaftlichen Austausch und lädt dazu ein, Europa aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben.

Ab 15:00 Uhr diskutieren hochrangige Vertreter:innen über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Europäischen Union. Mit dabei sind

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig

EU-Kommissar Magnus Brunner

sowie Außenministerin Beate Meinl-Reisinger
.

Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Weiterentwicklung Europas, zur Rolle der Europäischen Union in einer sich wandelnden Welt sowie zu den gemeinsamen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Mitgliedstaaten

Gegen 18:00 Uhr wird beim Europe Rave auch Bundesrat und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, MA, sprechen. Dabei wird er insbesondere die Bedeutung bzw. die Verbindung von Sport und Europa hervorheben. „Sport verbindet Menschen über Grenzen, Herkunft und Sprache hinweg. Gerade Europa zeigt uns, dass Fairness, Respekt, Solidarität und gemeinsames Handeln nicht nur im Sport gelten sollten, sondern auch Grundlagen einer demokratischen und sozialen Gesellschaft sind“, betont Markytan.

Neben den politischen Beiträgen bietet der Europatag auch ein vielfältiges Kulturprogramm. Live-Auftritte der Künstler:innen Julian Le Play, AVEC und der Band Endless Wellness sorgen für musikalische Akzente und schaffen Raum für Begegnung und Austausch. Den Abschluss bildet ein Day-Rave von 18:00 bis 20:00 Uhr mit DJane Anna Ullrich und dem Voyage Voyage DJ Team. Damit wird der europäische Gedanke auch kulturell und gesellschaftlich sichtbar – als verbindendes Element über Grenzen hinweg.

Europaweit wird der Europatag ebenfalls mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. Das Europäische Parlament lädt am 17. Mai 2026 zu einem großen Europatag nach Straßburg ein. Unter dem Motto „Demokratie in Aktion“ erhalten Besucher:innen Einblicke in die Arbeit des Europäischen Parlaments, den europäischen Gesetzgebungsprozess sowie die Bedeutung demokratischer Mitbestimmung innerhalb der Europäischen Union. Führungen, Diskussionen, Informationsangebote und Kulturprogramme sollen Europa für Bürger:innen aller Altersgruppen erlebbar machen.

Der 9. Mai – der Europatag – geht auf den Tag der sogenannten "Schuman-Erklärung" zurück: Am 9. Mai 1950 hielt der damalige französische Außenminister Robert Schuman eine Rede in Paris, in der er zu seinen Vorstellungen über eine neue Art der politischen Zusammenarbeit in Europa Stellung nahm. In der sogenannten "Schuman-Erklärung" schlug er vor, dass mehrere Staaten ihre Kohle- und Stahlproduktion zusammenlegen sollten. Dies solle dazu führen, dass Kriege zwischen den europäischen Nationen nach dem Wortlaut der Schuman-Erklärung "nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich" würden. Nur 5 Jahre zuvor war der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen. Durch die Zusammenarbeit sollte ein weiterer Krieg zwischen den Rivalen Frankreich und Deutschland verhindert werden. "Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen", so Robert Schuman in einem der berühmtesten Zitate aus seiner Rede. Angesichts des Kriegs in der Ukraine sind die Grundgedanken für das Friedensprojekt Europa und die Bemühungen um die friedliche Austragung von Konflikten von besonderer Bedeutung und Aktualität.

Der Vorschlag gilt als Grundstein für die Entstehung der späteren Europäischen Union und führte schließlich zur Schaffung einer überstaatlichen europäischen Institution zur Verwaltung und Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion – der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Diese erste supranationale europäische Institution mit ihren Gründungsmitgliedern Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Belgien und Luxemburg entwickelte sich schlussendlich zur Europäischen Union mit 27 Mitgliedsländern, wie wir sie heute kennen.


Gerade angesichts aktueller internationaler Krisen und politischer Spannungen bleibt diese Idee von Frieden, Zusammenarbeit und Demokratie hochaktuell. Der Europatag erinnert daher nicht nur an die historischen Ursprünge der europäischen Einigung, sondern auch daran, dass Europa ein gemeinsames Zukunftsprojekt bleibt, das von Dialog, Solidarität und demokratischem Engagement lebt.

Weitere Veranstaltungsorte in Europa:

Weitere Informationen und Hintergründe zum Europatag:

Hinterlasse einen Kommentar