| „Gemeinsam für ein ‚Niemals wieder!'“ 2025 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner zahlreichen Außenlager zum 80. Mal. Das Gedenkjahr 2025 ruft einmal mehr in Erinnerung, welch unermessliches Leid durch die NS-Diktatur verursacht wurde. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für eine friedliche Zukunft. Wir wünschen einen guten und kraftvollen Start in das neue Jahr! Seit 2006 widmen sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema, das die Geschichte des KZ-Mauthausen bzw. die NS-Vergangenheit Österreichs bearbeitet. Der Gegenwartsbezug des Jahresthemas ist von besonderer Bedeutung, um vor allem für junge Menschen den Bezug zur eigenen Erfahrungswelt herzustellen. Der thematische Schwerpunkt 2025 „Gemeinsam für ein ‚Niemals wieder!'“ unterstreicht nicht nur die historische Dimension des Gedenkens, sondern fordert auch dazu auf, die Lehren aus der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft wachzuhalten. 80 Jahre Befreiung des KZ Mauthausen und seiner Außenlager Das KZ Mauthausen und seine vielen Außenlager waren Schauplätze unvorstellbarer Grausamkeit, geprägt von Zwangsarbeit, Hunger und Massenmord. Menschen aus ganz Europa wurden hier Opfer eines menschenverachtenden Regimes, das auf Hass, Rassismus und politischer Verfolgung basierte. Die Befreiung der Überlebenden durch die Alliierten im Mai 1945 markierte das Ende eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte. Es war zugleich der Beginn eines beschwerlichen Prozesses der Aufarbeitung und des Neuanfangs, für den Frieden, Freiheit und Demokratie zentrale Werte wurden. Die Überlebenden des KZ Mauthausen und seiner Außenlager haben in den Tagen der Befreiung den internationalen Mauthausen Schwur für ein „Niemals wieder“ formuliert. Im Jahr 2000 wurde das Vermächtnis der Überlebenden an das Mauthausen Komitee Österreich übergeben. Das MKÖ und seine lokalen Initiativen streben zusätzlich zum Gedenken an die Opfer und der Erinnerungsarbeit ein gemeinsames Ziel an: das „Niemals wieder“. Die Erinnerung an Mauthausen und andere Orte des Grauens ist nicht nur ein Gedenken an die Vergangenheit, sondern eine Mahnung für die Zukunft: Es liegt in unserer Verantwortung, für eine Gesellschaft einzutreten, die auf Frieden, Toleranz und Menschenrechten basiert. Die Geschichte darf sich niemals wiederholen. Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus. Für den Frieden. |
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Gedenk- und Befreiungsfeiern 2025 – Gemeinsam für ein Niemals wieder! Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus. Für den Frieden.
80 Jahre Befreiung des KZ Mauthausen und seiner Außenlager
2025 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner zahlreichen Außenlager zum 80. Mal. Die jährlichen Gedenk- und Befreiungsfeiern im Netzwerk des Mauthausen Komitee Österreich erinnern jährlich an die grausamen Verbrechen des Nationalsozialismus und würdigen die Opfer, die in diesen Lagern gelitten und ihr Leben verloren haben.
Das diesjährige Thema „Gemeinsam für ein Niemals wieder!“ unterstreicht nicht nur die historische Dimension des Gedenkens, sondern fordert auch dazu auf, die Lehren aus der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft wachzuhalten.
Das KZ Mauthausen und seine vielen Außenlager waren Schauplätze unvorstellbarer
Grausamkeit, geprägt von Zwangsarbeit, Hunger und Massenmord. Menschen aus ganz Europa wurden hier Opfer eines menschenverachtenden Regimes, das auf Hass, Rassismus und politischer Verfolgung basierte. Die Befreiung der Überlebenden durch die Alliierten im Mai 1945 markierte das Ende eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte. Es war zugleich der Beginn eines beschwerlichen Prozesses der Aufarbeitung und des Neuanfangs, für den Frieden, Freiheit und Demokratie zentrale Werte wurden.
Die Überlebenden des KZ Mauthausen und seiner Außenlager haben in den Tagen der
Befreiung den internationalen Mauthausen Schwur für ein „Niemals wieder“ formuliert. Im Jahr 2000 wurde das Vermächtnis der Überlebenden an das Mauthausen Komitee Österreich übergeben. Das MKÖ und seine lokalen Initiativen streben zusätzlich zum Gedenken an die Opfer und der Erinnerungsarbeit ein gemeinsames Ziel an: das Niemals wieder.
Der Ruf „Niemals wieder“, ist heute aktueller denn je. Antisemitismus, Rassismus,
Ausgrenzung und autoritäre Tendenzen erleben in Österreich und in vielen Teilen der Welt ein beunruhigendes Wiederaufleben. Gerade der starke Anstieg des Antisemitismus ist derzeit besorgniserregend. Besonders unter jungen Menschen, die auf Social-Media Plattformen wie TikTok aktiv sind. Auf diesen sozialen Medien verbreiten sich antisemitische Inhalte schnell und erreichen eine breite, oft unkritische Zielgruppe. Diese Plattformen bieten ein Forum für Hassrede und Verschwörungstheorien, die oft in humorvollen oder scheinbar harmlosen Clips
verpackt sind, was die Wirkung auf die junge Generation verstärkt. Die Verbreitung von Antisemitismus in diesem Kontext stellt eine ernsthafte Bedrohung für den sozialen
Zusammenhalt dar und erfordert dringend eine verstärkte Aufklärung sowie präventive
Maßnahmen, um der Normalisierung solcher Hassideologien entgegenzuwirken.
Armut ist nicht nur eine wirtschaftliche Notlage, sondern eine fundamentale Verletzung
sozialer Rechte, die in vielen Teilen der Welt weit verbreitet bleibt. Gleichzeitig verschärfen Kriege und Konflikte die sozialen Ungleichgewichte und führen zu humanitären Krisen. Das Eintreten für soziale Menschenrechte ist untrennbar mit dem Streben nach globalem Frieden verbunden.
Gedenk- und Befreiungsfeiern 2025
Es ist wichtig, dass wir uns für die Schaffung einer gerechteren Gesellschaft einsetzen, in der Bildung, Gesundheit und faire Arbeitsbedingungen für alle zugänglich sind. Um Armut und Ungerechtigkeit zu bekämpfen, müssen wir die tiefen Ursachen von Konflikten und sozialer Ausgrenzung ansprechen. Dies erfordert nicht nur internationale Kooperation, sondern auch die aktive Beteiligung jedes:jeder Einzelnen an der Förderung einer solidarischen und inklusiven Weltordnung, in der soziale Menschenrechte geachtet und umgesetzt werden.
Die Erinnerung an Mauthausen und andere Orte des Grauens ist nicht nur ein Gedenken an die Vergangenheit, sondern eine Mahnung für die Zukunft: Es liegt in unserer Verantwortung, für eine Gesellschaft einzutreten, die auf Frieden, Toleranz und Menschenrechten basiert. Die Geschichte darf sich niemals wiederholen.
Die diesjährige Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier verbindet daher das Gedenken an die Opfer mit einem dringenden Aufruf an alle Generationen: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Er muss täglich verteidigt und gefördert werden. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Mauthausen und die Gräuel des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten und der Kampf für eine friedlichere und gerechtere Welt fortgeführt wird – im Sinne eines „Niemals wieder“!