31. Jänner 2020: Themeninitiative Nachhaltigkeit

Am 31. Jänner 2020 fand in den Räumlichkeiten der Bezirksorganisation Mariahilf & Neubau (BO 6&7) die Nachhaltigkeitskonferenz der Bundesthemeninitiative Umwelt und Nachhaltigkeit statt.
Nach einer kurzen Einleitung begrüßte Christian Kaiserseder die zahlreich erschienenen Teilnehmer. Unter den Gästen befanden sich unter anderen auch die Nationalrätin Sonja Hammerschmid und Nationalrätin Julia Herr, sowie der SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker, unter ihnen die
2. Nationalratspräsidentin Doris Bures und die Nationalräte Petra Bayr, Max Lercher und Alois Stöger übermittelten ihr Bedauern nicht kommen zu können, und übersandten Grüße.
Anschließend skizzierte David Steiner die sehr arbeitsintensiven und erfolgreichen Monate seit der Gründung der Themeninitiative im Dezember 2018. Er berichtete von einer umfangreichen und äusserst reichweitenstarken Socialmedia-Kampagne, sowie von zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionsrunden in Wien und in den Bundesländern. Auch das inhaltliche Rahmenwerk der Themeninitiative wurde kurz präsentiert, was in weiterer Folge als Grundlage für zukünftige Arbeitspapiere dienen soll.
Im Anschluss daran begrüßte Christian Kaiserseder eine hochrangige Diskussionsrunde am Podium.
Univ. Prof. Dr. Sigrid Stagl sprach in ihrem Statement von der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Wirtschaft. Weg vom unhinterfragten Zwang einer steigenden Wirtschaftwachstums hin zu einem nachhaltigen und ökologischen Wirtschaftssystem, mit dem die Anforderungen durch den immer stärker merkbaren Klimawandel bewältigt werden können. Die Diskussion der vier Grundwerte der Sozialdemokratie im Hinblick auf das große Ganze könne uns helfen die zukünftigen Anforderungen durch den Klimawandel besser bewältigen zu können, meinte sie.
Julia Herr skizzierte in ihren Ausführungen die Ziele und Programmatiken des “Green New Deal” Papiers der SJ, der sie als Bundesvorsitzende vorsteht. Sie stellt klar dar, dass die vier Grundwerte der Sozialdemokratie, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität die wichtigsten Grundpfeiler der Sozialdemokratie im Kampf gegen den Klimawandel und die immer stärker werdenden Ungerechtigkeiten durch unser Wirtschaftsystem sind.
Dr. Michael Soder, Wirtschaftsexperte der AK WIen, erläuterte den Begriff “Just Transition”. Er zeigte auf, dass die derzeit noch sehr stark von fossilen Energieträgern abhängigen Industrie- und Wirtschaftzweige einen massiven Arbeitsplatzverlust durchleben werden. Diesen Wandel, der sich durch die notwendige Dekarbonisierung in sehr naher Zukunft einstellen wird, macht eine zielgerichtete Begleitung zwingend notwendig, um entstehende Ängste und Widerstände in diesen Prozessen zu verhindern.
Dr. Reinhard Uhrig, Kampagnenleiter von Global 2000, erörterte das Thema Energie. Mit der Aussage “Die nicht verbrauchte Kilowattstunde Energie ist für mich die beste”, zeigt er einen sehr wichtigen Punkt in der Dekarbonisierung unserer energieintensiven Prozesse. Nämlich die Steigerung der Energieeffizienz und die Maximierung möglicher Einsparpotentiale beim Einsatz von Energie. Er stellte auch klar, dass die von manchen Wissenschaftern geforderte Renaissance der Kernenergie keine Alternative zu den bereits gut etablierten und immer wirtschaftlicher werdenden Wind- und Solarenergiegewinnungssystemen darstellt.
Nach einer interaktiven Onlinebefragung des Publikums und der angeregten Diskussionen und zahlreichen Wortmeldung zu sozialdemokratischen Fragestellungen während und danach, ging es zu den informellen Kleingruppengesprächen.
Insgesamt darf man die Nachhaltigkeitskonferenz als sehr gelungen bezeichnen. Dies wurde auch durch zahlreiche postive Rückmeldungen seitens des Publikums nach dem offziellen Ende des Abends bestätigt.
Ein Dank gilt der Bezriksorganisation Mariahilf & Neubau für die großartige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung durch die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und Ressourcen.
Abschließend sein noch den Podiumsteilnehmern herzlich für die Bereitschaft gedankt, das sehr umfangeiche Thema Nachhaltigkeit mit uns zu diskutieren. (ck)

Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, Bundesbildungspräsidiumsmitglieder Nationalrätinnen Julia Herr und Sonja Hammerschmid sowie die Themeninitiative Nachhaltigkeit Vorsitzende Christian Kaiserseder und David Steiner

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