In Hietzing, am Goldmarkplatz, beim Karl Münichreiter-Denkmal, fanden sich am Mittwoch den 11. Februar hunderte GenossInnen ein, um den Opfern der Februarkämpfe 1934 zu gedenken. Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der Wiener Bildung, Sozialistischen Jugend, der Jungen Generation und unserem Bund. Der Partei gelang es dabei nicht nur ein deutliches Zeichen des Antifaschismus, sondern auch an Geschlossenheit und Solidarität sowohl nach innen als auch nach außen zu setzen. Unter den MandatarInnen wurden Bürgermeister Michael Ludwig, BPV Vizekanzler Andreas Babler, Justizministerin Anna Sporrer, Landtagspräsident Christian Meidlinger, SPÖ Hietzing-Vorsitzender Gerhard Schmid Hietzing und der neue Landesparteisekretär Jörg Neumayer.
Demokratie zu schützen ist für den neuen Vorsitzenden der Wiener SPÖ Bildung Marcus Schober die zentrale Aufgabe der Bildung. Es braucht demokratisches Handeln der BürgerInnen sowie Lernen aus der Geschichte, um den Mut aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu übersetzen. Bürgermeister Michael Ludwig erinnerte an 1934 und ruft alle GenossInnen in der Sozialdemokratie auf, den autoritären rechtsextremen Kräften mit Solidarität und Geschlossenheit entgegenzutreten. Dazu zählt auch der Schutz des DÖW vor den Angriffen der FPÖ. Unser Bundesvorsitzender Gerald Netzl zeigte die Unrechtsjustiz des Austrofaschismus anhand der standgerichtlichen Justizmorde auf. In Hinblick auf inhaltliche Fehler mahnt er die Verantwortung aller GenossInnen für eine präzise und politisch richtige Erzählung und Tradierung ein. Ergänzend zum Thema empfiehlt er den Film „Bruno, der junge Kreisky“, der im Herbst in den Kinos anläuft. Stärkere Teilhabe und Mitsprache an der Demokratie und Gesellschaft und eine vertrauensvollere und friedliche Perspektive für junge Menschen fordert die neue SJ Wien-Vorsitzende Lena Stern. Für den JG-Vorsitzenden Alexander Ackerl ist eine demokratische Regulierung des Internets zum Schutz der Jugend vor Hass und Manipulation durch Falschinformation unerlässlich, um die Macht der Internetkonzerne einzuschränken, welche die Demokratie gefährden. Besonderer Programmpunkt war die Leseperformance „Ich sterbe. Weil es einer sein muss.“ Der Briefverkehr zwischen Karl jun., Gattin Leopoldine und Karl Münichreiter wurde dabei zu einem berührend dramatischen Dialog verdichtet und expressiv verkörpert. Nina Abrahamczik und Bernd Herger lasen zur Performance von Adrien Dorfmeister-Pölzer. Wie man die Demokratie aktuell nicht nur in Österreich, sondern auch international verteidigen könne war die Frage mit der sich Gerhard Schmid in seinem Referat intensiv auseinandersetzte. Das Gedenken begann und endete mit der Musik von Morgenrot.
Dominik Lang
Foto: Wien_Februarfeier_2026_C_Markus_Sibrawa.jpg
Text: Die Februarfeier der Wiener Sozialdemokratie 2026 am Goldmarkplatz in Hietzing, erschienen in „Der sozialdemokratische Kämpfer“: https://www.freiheitskaempfer.at/?cat=6
Link zur Gesamtausgabe: https://www.freiheitskaempfer.at/wp-content/uploads/2026/03/DSK_1-2-3_2026.pdf