1. April 2026: Programmvorschau; Bruno Kreisky Forum im April 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde!

Wir präsentieren Ihnen heute unser Veranstaltungsprogramm für den April 2026.

Bitte um Anmeldung über den Link bei der jeweiligen Einladung. Für Interessierte, die nicht persönlich zu Veranstaltungen ins Kreisky Forum kommen können, zeichnen wir diese auf. Die Videos finden Sie zum Nachsehen auf unserem YouTube-Kanal.

Es grüßt Sie herzlich,
das Team des Bruno Kreisky Forums
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Gudrun Harrer in conversation with Thomas Demmelhuber, Marius Bales and Khaled Al-Sallal
SECURITY IN THE GULF: THE DANGER OF RIFTS AMONG MIDDLE POWERS AMID THE IRAN CRISIS


Dienstag, 14. April 2026, 19.00h
im Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

REGISTRATION
The Gulf Cooperation Council (GCC) publicly reaffirms the principles of collective cooperation, however, as demonstrated in the Iran war, military defence is one of the areas which are far from integrated. During the last months the GCC witnessed a growing rift between once friendly rivals, Saudi Arabia and the United Arab Emirates (UAE). The strategic divergences of these two Gulf monarchies carry serious implications not only for the Gulf but the wider MENA region and even stretch to Yemen, Sudan and the Horn of Africa. The differences span from economic competition, foreign policy priorities, and approaches to regional conflicts – including domestic challenges ahead. Will the Iran war deepen these rifts or even increase the chance of building collective security frameworks?
With high level scholars and practitioners, we will examine the roots of this rift and assess its potential consequences and ways of deescalation.

Thomas Demmelhuber is a German political scientist specializing in the politics and societies of the Middle East. He is Professor and Chair of Politics and Society of the Middle East at Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg and Visiting Professor at the College of Europe in Natolin. He is also an author and editor of several academic publications, including the 2025 handbook Die Arabische Halbinsel: Geographie und Politik.

Marius Bales is a researcher at the Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), where he has worked since 2016. He studied Political Science and German Studies at the University of Trier and focuses on military technology, arms dynamics, and contemporary forms of warfare, particularly in conflict regions such as the Middle East.

Khaled Al-Sallal is a Professor of Architecture and a recognized expert in sustainable design, with extensive experience in architectural education, research, and consultancy. Currently, he is Visiting Professor at Kuwait University.
Moderation:

Gudrun Harrer, Lecturer in Modern History and Politics of the Near and Middle East at the University of Vienna and the Diplomatic Academy of Vienna; former Senior Editor at Der Standard (until 2025). 
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Raimund Löw im Gespräch mit Joschka Fischer und Alexandra Föderl-Schmid
CHAOTISCH IN DIE NEUE WELT
Ein Ausblick auf die Optionen Europas in den aktuellen Turbulenzen
 
Mittwoch, 15. April 2026, 19.00h
im Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

ZUR ANMELDUNG
Die internationale Ordnung gerät unter Druck, alte Gewissheiten lösen sich auf, neue Machtkonstellationen entstehen.

Im Zentrum steht das Verhältnis zu den USA unter Donald Trump, die sich zunehmend von menschenrechtlichen und multilateralen Prinzipien entfernen und Elemente einer autoritären Supermacht zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die innere Verfasstheit Europas: Nach der Wahlentscheidung in Ungarn am 12. April rückt die Rolle von Viktor Orbán und ähnlichen Akteuren erneut in den Fokus. Autoritäre Tendenzen, nationale Alleingänge und gezielte Blockaden gemeinsamer Entscheidungen könnten Europas Handlungsfähigkeit von innen heraus schwächen.

Der Ausblick fragt daher auch nach den konkreten Handlungsmöglichkeiten Europas: institutionelle Reformen, Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, strategische Autonomie in Schlüsselbereichen (Energie, Verteidigung, Technologie) sowie die politische Führungsrolle der großen Mitgliedstaaten.
 
Joschka Fischer, deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen) und war von 1998 bis 2005 Bundesaußenminister und Vizekanzler

Alexandra Föderl-Schmid, Journalistin, Korrespondentin in Frankreich für die Süddeutsche Zeitung

Moderation:
Raimund Löw, Journalist, Autor, Historiker
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Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Emran Feroz
WIR WOLLEN LEBEN!


Montag, 20. April 2026, 19.00h
im Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

ZUR ANMELDUNG
Seit über hundert Jahren, spätestens seit den ersten Öl-Funden in der 1910-er Jahren, kommt der sogenannte „Nahe Osten“ nicht mehr zur Ruhe. Der jüngste unprovozierte Angriffskrieg Israels und der USA gegen Iran ist ein bitterer Beleg dafür. Bereits 2017 beschrieb der 1991 in Innsbruck geborene Politologe, Journalist und Autor Emran Feroz den ersten Dronen-Krieg der Welt, der in Afghanistan stattfand. Feroz, dessen Eltern zur Zeit der russischen Intervention in Afghanistan nach Österreich geflüchtet waren, war mehrfach im Heimatland seiner Eltern und hat 2021 seine Erlebnisse und Kenntnisse in dem Bestseller „Der längste Krieg. 20 Jahre War in Terror“ festgehalten. Nun ist sein jüngstes Buch erschienen:

Wir wollen leben!
Von Afghanistan bis Gaza – ein Aufschrei gegen Entmenschlichung und Krieg. 

Feroz entlarvt darin die Doppelmoral des Westens und entwirft die Vision eines haltbaren Friedens, der die Menschen des „Orients“ an eine Zukunft glauben lassen könnte.
Feroz ist einer der interessantesten jungen Journalisten, der sich mit der Region beschäftigt und mit seiner aufrichtigen Berichterstattung vielen anderen Journalisten Mut macht. Sein neues Buch hat er den getöteten Journalistinnen und Journalisten aus Gaza gewidmet.

Emran Feroz, Autor und Journalist mit Fokus auf Nahost und Zentralasien. Er berichtet regelmäßig aus Afghanistan und ist für zahlreiche deutsch- und englischsprachige Medien. Feroz ist Gründer von “Drone Memorial” einer virtuellen Gedenkstätte für zivile Drohnenopfer. 2021 wurde Feroz für seine Arbeit mit dem österreichischen Concordia-Preis in der Kategorie Menschenrechte ausgezeichnet.

Moderation:
Renata Schmidtkunz, Journalistin, Moderatorin und Dokumentarfilmerin und arbeitete viele Jahre beim ORF, u. a. für den Radiosender Ö1 und die Sendung „Im Gespräch“. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet: 2012 Publizistikpreis der Stadt Wien, 2014 Axel-Corti-Preis, 2020 und 2026 Radiopreis der Erwachsenenbildung, 2025 Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich.
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Raimund Löw im Gespräch mit Marlies Eder, Frédéric Krumbein, Nele Noesselt und Frank Sieren
GEFAHRENHERD TAIWAN


Donnerstag, 23. April 2026, 19.00h
im Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

ZUR ANMELDUNG
Die Spannungen rund um Taiwan sind eine anhaltende geopolitische Konfliktlinie. Chinas Präsident Xi Jinping verlangt, dass  die Insel unter Kontrolle der Volksrepublik kommt. Unterstützt von den USA pocht die Regierung in Taipeh auf die Autonomie Taiwans. Das Verhältnis zwischen China, Taiwan und den USA hat sich in den vergangenen Jahren deutlich zugespitzt, während zugleich wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen immer stärker ineinandergreifen. Taiwan spielt eine zentrale Rolle in globalen Lieferketten und ist damit von enormer Bedeutung für die Weltwirtschaft. Eine militärische Eskalation hätte weitreichende Folgen, auch für Europa. Von zentralem Interesse sind daher die Hintergründe der aktuellen Entwicklungen, die strategischen Interessen der beteiligten Akteure sowie mögliche Szenarien für die kommenden Jahre und ihre Auswirkungen auf die internationale Ordnung um Orientierung in einer zunehmend komplexen geopolitischen Lage zu bekommen.
 
Marlies Eder, Redakteurin bei “Die Presse” und Sinologin

Frédéric Krumbein, Politikwissenschaftler und Associate Research Fellow Universität Duisburg-Essen

Nele Noesselt, Politikwissenschaftlerin und Sinologin, Professorin für Politikwissenschaft und Politik Ostasiens/Chinas am Institut für Politikwissenschaft und am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg-Essen, tbc

Frank Sieren, deutscher Journalist, Korrespondent, Dokumentarfilmer und Autor mehrerer Bestseller über die Volksrepublik China, online

Moderation:
Raimund Löw, Journalist, Autor, Historiker 
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Cathrin Kahlweit im Gespräch mit Michal Hvorecky
MODERNE DISSIDENTEN  – WARUM DIE  ZIVILGESELLSCHAFT 35 JAHRE NACH DER WENDE DIE DEMOKRATIE RETTEN MUSS 

Montag, 27. April 2026, 19.00h
im Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

ZUR ANMELDUNG
Der Journalist und Autor Michal Hvorecky ist eine der prominentesten Stimmen in der Slowakei, die sich gegen Ministerpräsident Robert Fico und sein zunehmend autoritäres Gebaren wenden. Hvorecky, der sich für die Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit einsetzt, wird von der Regierung Fico stellvertretend für viele Künstler massiv unter Druck gesetzt; so  droht ihm eine fünfjährige Haftstrafe, weil er die Kulturministerin seiner Heimat kritisiert hatte.  In seinem neuen Buch „Dissident“ beschreibt er seine persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen als junger Mann nach dem Mauerfall – und die bedrohte Demokratie der Gegenwart. „Dissident“, das Hvorecky im Bruno Kreisky Forum vorstellt, ist ein Plädoyer für den Widerspruch und den Widerstand.
 
Michal Hvorecky, Autor, mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet und war unter anderem Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin.
Moderation:

Cathrin Kahlweit, langjährige SZ-Korrespondentin, Publizistin und Moderatorin 
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Tessa Szyszkowitz in conversation with Roland Friedrich, Marcus Bachmann, Christoph Sternat and Mona Ali Khalil
HUMANITARIAN AID 2026: HOW CAN IT GET TO THOSE WHO NEED IT?


Mittwoch, 29. April 2026, 19.00h

im Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

ZUR ANMELDUNG
Humanitarian aid for the Palestinian civilian population is currently facing major political and practical challenges. The UN Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA), which has played a crucial role in providing aid, healthcare, and education for decades, is increasingly restricted in its ability to operate. The activities of UNRWA and those of NGOs like doctors Without Borders in Israel and the Palestinian territories have been severely curtailed or even banned.
Nevertheless, the United Nations and these NGOs continues to strive to maintain basic aid services. In cooperation with international organizations and local partners, the UN is working to provide humanitarian assistance, medical care, and educational opportunities for the Palestinian population, particularly in the Gaza Strip and the West Bank. Given the tense political situation and the difficult security conditions, the question arises as to how humanitarian aid can be organized under these circumstances – and what prospects exist for the future of international support in Gaza and the West Bank.

Roland Friedrich, Director of UNRWA affairs, Westbank

Marcus Bachmann, Advocacy and Humanitarian Affairs Advisor for Doctors Without Borders – Österreich, currently on mission in Gaza

Christoph Sternat, Head of Unit, Department for Humanitarian Aid in the framework of EU, aid in crisis regions and fragile states, Austrian ministry for European and Foreign affairs BMEIA

Mona Ali Khalil, Director of MAK Law International, Non-Resident Faculty of the Vienna Diplomatic Academy, Affiliate of Harvard Law School and former Senior Legal Officer in the UN and IAEA.

Moderation:
Tessa Szyszkowitz, author and journalist. Distinguished Fellow at Royal United Services Institute in London (RUSI)
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Veranstaltungsort: Dom Museum Wien, Stephansplatz 6, 1010 Wien
Anmeldung unbedingt erforderlich: https://dommuseum.at/ArEvent-6

IN KOOPERATION MIT DEM DOM MUSEUM WIEN
Therese Guttmann im Gespräch mit Julia Bock-Schappelwein, Barbara Prainsack und Isa Rosenberger
ZUKUNFT IN ARBEIT
 
Donnerstag, 30. April 2026, 19.00h
im Dom Museum Wien, Stephansplatz 6, 1010 Wien 

Was bedeutet Arbeit für eine Gesellschaft? Sie sichert Einkommen, stiftet Identität, organisiert Solidarität.

Künstliche Intelligenz ist nicht der einzige, aber ein entscheidender Treiber eines Wandels, der all das in Frage stellt. Die Rolle der Arbeit wird global wie individuell neu verhandelt. Die Debatten darüber schwanken zwischen Hysterie und Heilsversprechen. Die Szenarien reichen von Umverteilung und kürzeren Arbeitszeiten bis zu verschärfter Ungleichheit und prekärer Beschäftigung.

Doch wer stellt die Weichen für welche Zukunft? Welche Bildung haben wir heute und brauchen wir in Zukunft? Und was ist nötig, damit dieser Wandel den Menschen dient statt sie zu entwerten?
 
Julia Bock-Schappelwein ist ist Ökonomin (Senior Economist) am WIFO und arbeitet seit 2004 in der Forschungsgruppe “Arbeitsmarktökonomie, Einkommen und soziale Sicherheit”; 2024 erhielt sie im Rahmen des Österreichischen Frauenpreises den Grete Rehor-Preis für Wirtschaftswissenschaften.

Barbara Prainsack, Professorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und an der Abteilung für Globale Gesundheit und Sozialmedizin am King’s College London; in Wien leitet sie die Forschungsgruppe “Zeitgenössische Solidaritätsstudien“ (CeSCoS) sowie die neue Forschungsplattform „Governance of Digital Practices“; Vorstandsmitglied des Bruno Kreisky Forums

Isa Rosenberger ist Künstlerin und hat als Absolventin der Universität für angewandte Kunst Wien ihre Arbeiten international in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt. Derzeit lehrt sie als Senior Lecturer an der Akademie der bildenden Künste Wien. In ihren Videos und Installationen thematisiert Rosenberger häufig vergessene oder verdrängte (Frauen-)Geschichte(n) sowie gesellschaftspolitische Veränderungen und deren soziale und wirtschaftliche Folgen.

Moderation:
Therese Guttmann, Ökologische Ökonomin und Expertin für strategische Beteiligungsprozesse in Energieausbauprojekten. Als Geschäftsführerin von GUSTA Consult entwickelt sie forschungsbasierte, partizipative Methoden zur Förderung von Stakeholder-Akzeptanz in der Energiewende; langjährige Erfahrung in der Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, Politikberatung und unternehmerischer Praxis.
 
Die Ausstellung ALLES IN ARBEIT im Dom Museum Wien läuft noch bis 30. August 2026 und kann im Rahmen der Veranstaltung besucht werden.
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Das Programm des Bruno Kreisky Forums für internationalen Dialog wird mit Unterstützung der Stadt Wien, der Republik Österreich (Bundeskanzleramt, Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Bundesministerium für Landesverteidigung) und mit Hilfe privater Sponsoren und Spender realisiert. Wir danken all unseren Förderern und unseren zahlreichen Partnern und Partnerinnen für die gute Zusammenarbeit.

    

BRUNO KREISKY FORUM for International Dialogue
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T +43-1-318 82 60
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Website Kreisky Forum

Quelle/Titelbild: https://www.kreisky-forum.org/

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