in Zusammenarbeit mit dem Karl-Renner-Institut
Auch im kommenden Frühjahr setzt die Wiener Bildungsakademie ihre Bildungsarbeit für und mit Frauen konsequent fort – aufbauend auf dem erfolgreichen Frauenlehrgang und getragen von der festen Überzeugung, dass Bildung, Selbstbestimmung und Solidarität untrennbar miteinander verbunden sind. Die neuen Ausbildungen und Veranstaltungen richten sich vor allem an Frauen, die sich weiterentwickeln, vernetzen und gemeinsam mit anderen für eine gerechtere Gesellschaft eintreten wollen.
Ob in politischen Gremien, in der Bildungsarbeit, in der Gewerkschaft oder im Alltag – Frauen übernehmen Verantwortung, gestalten mit und setzen wichtige Impulse für sozialen Fortschritt. Mit ihren Angeboten schafft die Wiener Bildungsakademie Räume, in denen Frauen ihr Wissen vertiefen, neue Kompetenzen erwerben und ihre Erfahrungen einbringen können. Im Mittelpunkt stehen Themen wie politische Kommunikation, strategisches Handeln, Selbstbewusstsein im öffentlichen Raum sowie der Umgang mit Macht und Einfluss – stets mit Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge und feministische Perspektiven.
Die enge Verbindung zwischen der sozialdemokratischen Bewegung, der politischen Bildung und der Frauenemanzipation prägt das Verständnis von Weiterbildung: Ziel ist es, Frauen zu stärken, die ihre Stimme erheben, sich einmischen und für gleiche Rechte, soziale Gerechtigkeit und echte Teilhabe eintreten – laut, solidarisch und mit Haltung.
Alle, die bereits am Frauenlehrgang teilgenommen haben oder daran anknüpfen möchten, finden neue inhaltliche Vertiefungen, praxisnahe Formate und Möglichkeiten zum Austausch mit engagierten Mitstreiterinnen. Denn gemeinsam lernen heißt gemeinsam wachsen – für eine Demokratie, die alle mitdenkt.
Frauenmodul
„Frauen bewegen Zukunft – Feministische Perspektiven im Dialog“
Im Frauenmodul widmen wir uns im Frühjahr 2026 aktuellen feministischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Wir fragen, wer hinter der Anti-Gleichberechtigungsbewegung in Europa steht und welche Ziele sie verfolgt. Zudem analysieren wir den Einfluss von Werbung und sozialen Medien auf verzerrte Körperwahrnehmungen und entwickeln Gegenstrategien durch Medienkompetenz und Body-Positivity. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einem historischen Rückblick auf die „UN-Dekade der Frau“: Was hat sie bewirkt, und was ist von ihr geblieben? Darüber hinaus starten wir mit den „Feministischen Gegenwarts- und Generationengesprächen“ ein neues Diskussionsformat.
Dienstag, 7. April 2026
50 Jahre UN-Dekade der Frau
Im Verlauf der 1970er-Jahre gewann die internationale Frauenbewegung zunehmend an Bedeutung. 1975 rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen das „Internationale Jahr der Frau“ aus und organisierte in Mexiko-Stadt die erste UN-Weltfrauenkonferenz. Dort wurden zentrale Themen wie Gleichberechtigung, Entwicklung und Frieden diskutiert und ein Welt-Aktionsplan erarbeitet, mit dem Ziel, die Stellung von Frauen weltweit zu verbessern. In der Folge erklärte die UN-Generalversammlung die Jahre 1976 bis 1985 zur „UN-Dekade der Frau“.
Die Veranstaltung geht der Frage nach, welche Ziele mit der UN-Dekade verfolgt wurden, was in Österreich konkret umgesetzt werden konnte und warum heute kein Jahr und keine Dekade der Frau mehr ausgerufen werden. Abschließend wird diskutiert, welche Forderungen auch heute noch aktuell und notwendig sind.
Gespräch mit:
BR.in NR.in a. D. Dr.in Irmtraut Karlsson, Ruth Manninger
(SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin, Mitglied des Bundesparteivorstands)
Termine:
Die Veranstaltungen finden jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr statt.
Ort:
Wiener Bildungszentrum
1020 Wien, Praterstraße 25a / Tür 7
U1-Station Nestroyplatz
Projektleitung:
Dr.in Karin Moser, Medien- und Zeithistorikerin an der Universität Wien und Vize-Direktorin der Wiener Bildungsakademie. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in Forschung, Lehre, Archivwesen, Ausstellungen, Filmproduktion sowie in wissenschaftlicher, journalistischer und medienpädagogischer Praxis. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich insbesondere mit Fragen der Geschlechter- und sozialen Gerechtigkeit sowie Frauenförderung.
Zielgruppe:
Die Veranstaltungen richten sich an Menschen mit Interesse an gesellschaftspolitischen, historischen und feministischen Fragestellungen. Angesprochen sind insbesondere politisch engagierte Personen, Studierende sowie Multiplikator:innen aus Bildung, Medien und Zivilgesellschaft – und alle, denen Demokratie, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit ein Anliegen sind.
Informationen und Anmeldung:
Weitere Informationen erhältst du nach der Anmeldung unter
moser@wiener-bildungsakademie.at