5. März 2026: Vor 60 Jahren: Udo Jürgens gewinnt den Eurovision Song Contest

Am 5. März 1966 schrieb Österreich Musikgeschichte: Beim 11. Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne – heute bekannt als Eurovision Song Contest – in Luxemburg setzte sich der österreichische Musiker Udo Jürgens mit seinem Lied „Merci, Chérie“ gegen 17 andere Beiträge durch und brachte Österreich den ersten Sieg bei diesem Wettbewerb.

Der offizielle Titel des Wettbewerbs lautete in diesem Jahr „Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne“. Gastgeberland war Luxemburg, da die Vorjahressiegerin France Gall für Luxemburg angetreten war. Jürgens, der bereits 1964 und 1965 für Österreich angetreten war, erreichte mit seiner dritten Teilnahme schließlich den Sieg. Sein Beitrag erhielt 31 Punkte, beinahe doppelt so viele wie der zweitplatzierte Titel.

„Merci, Chérie“ ist eine gefühlvolle Ballade, bei der der Sänger seiner Geliebten für schöne gemeinsame Augenblicke dankt. Trotz des französischen Titels wurde das Lied vollständig auf Deutsch vorgetragen – eine Regel, die damals für den Wettbewerb galt. Der Sieg bedeutete für Jürgens nicht nur einen musikalischen Triumph: Er markierte den internationalen Durchbruch seiner Karriere und machte ihn einem breiten Publikum in ganz Europa bekannt.

Die Bedeutung dieses Erfolgs für Österreich zeigt sich auch darin, dass der ESC im Folgejahr 1967 in Wien stattfand – die erste Austragung des Wettbewerbs auf heimischem Boden. Bis heute war es lange Zeit der einzige österreichische Sieg im Eurovision Song Contest, ehe das Land 2014 erneut gewann.

Auch österreichische Medien und Sender erinnern regelmäßig an diesen historischen Moment: Der ORF hat die Ereignisse von Luxemburg 1966 mehrfach im Archiv aufgearbeitet und als bedeutendes Kapitel der österreichischen Musik- und Fernsehkultur dargestellt.


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